Schreibblockade adé: Hast du gerade eine Schreibblockade?

Foto: igor.stevanovic - shutterstock

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Es ist Frühjahr und Zeit, neu durchzustarten. Vielleicht hat so mancher von euch auch eine Idee im Kopf, aus der ein Buch werden soll. Da es ja heute – neben den konventionellen Verlagen – noch viel mehr Möglichkeiten gibt, ein Buch zu veröffentlichen, ist also die Frage, ob das Buch später veröffentlicht wird, gar nicht mehr so schwer. Schwieriger ist es oft, mit dem Schreiben zu beginnen oder dann auch dranzubleiben, besonders, wenn die berühmte Schreibblockade droht. Weil ich das gut kenne, habe ich mich dafür entschieden, eine kleine Artikel-Serie hier auf dem Blog zu machen, in der ich von mir selbst erprobte Tipps gebe, wie du wieder in den Schreibfluss kommen kannst.

Bevor ich dir in den nächsten Artikeln meine Tipps verrate, gibt es hier einen kleinen Test. Schau mal, welche der Aussagen dir bekannt vorkommen. Was ist dir davon auch schon passiert?  Was kennst du gut? Zu deinem Trost: Ich selbst kenne das alles auch nur zu gut. Es passiert mir auch immer mal wieder, dass ich mich ablenken lasse. Und dann ist der Tag vorbei, und ich habe keine einzige Zeile geschrieben.

Der große Test: Hab ich gerade eine Schreibblockade?

  • Bevor ich  schreibe, will ich aber doch noch schauen, was meine Facebook-Freunde so machen und bei Twitter, Google+ und Xing war ich auch lange nicht mehr.
  • Oh, diese Mail wartet schon seit sieben Tagen auf meine Antwort. Das muss ich jetzt erst mal schnell erledigen. Dann schreibe ich aber, versprochen.
  • Erst muss das Geschirr gewaschen und die Küche aufgeräumt sein, dann setze ich mich an den Schreibtisch.
  • Gerade will ich anfangen zu schreiben. Da klingelt das Telefon. Gehe ich ran? Oder gehe ich nicht ran?
  • Es klingelt an der Tür. Der Postbote bringt Bücher, die ich bestellt habe. Eigentlich wollte ich ja gerade einen Blogbeitrag schreiben, doch jetzt muss ich erst mal einen Blick in die Bücher werfen. Leider sind die Bücher so spannend, dass ich darüber sogar meinen Blogbeitrag vergesse.
  • Ich muss mich um meinen Sohn/meine Mutter, meine Tochter/mein Ehrenamt im Verein kümmern. Schreiben kann ich auch noch später. (Doch dann ist es schon wieder Abend und ich bin müde.)
  • Endlich sitze ich am PC und habe meine Textverarbeitung geöffnet. Doch jetzt will mir absolut nichts einfallen. Ich finde einfach keinen Anfang.
  • Ich schreibe etwas und dann verwerfe ich es wieder. „Ist ja eh nicht gut“, sage ich zu mir. Das hört überhaupt nicht auf. Am Ende entschließe ich mich dazu, dieses Buchprojekt nicht weiter zu verfolgen.
  • Ich habe schon seit Wochen nicht mehr geschrieben. Immer schiebe ich es wieder vor mir her. Eigentlich sollte das Buch schon längst fertig sein und die Deadline naht. Doch irgendwie flutscht es nicht.
  • Wenn ich schreibe, dann bin ich verkrampft. Mein Nacken verspannt sich und mein Handgelenk schmerzt. Ich glaube, es geht gerade nicht mit dem Schreiben.

Bei wie vielen Aussagen hast du innerlich „Ja“ gesagt? Bei gar keiner? Dann gehörst du vielleicht zu den wenigen Glücklichen, die Schreibblockaden gar nicht kennen. Doch den meisten geht es wohl eher so, dass sie mal stärkere oder weniger starke Blockaden haben. Besonders schwierig ist es, wenn man gerade an einem Text schreibt und noch keinen Auftraggeber hat. Wenn du dich dazu entschließt, ein Buch zu schreiben, ganz einfach, weil du ein Buch schreiben willst, dann brauchst du eine Menge an Disziplin, um das durchzuhalten. Denn wenn niemand darauf wartet, dann passiert es ganz leicht, dass du erst mal etwas anderes machst, bevor du schreibst.

Das kann auch passieren, wenn du eine Deadline hast und jemand darauf wartet, dass du ihm den Artikel oder das Buch ablieferst. Aber bei der Variante, dass „nur du“ dir das Ziel gesetzt hast, das Buch oder den Artikel zu schreiben, ist die  Gefahr nach meiner Erfahrung größer, dass man das Schreiben als Hobby sieht und es immer wieder vor sich herschiebt. Was ich auch immer wieder erlebe: Wenn man längere Zeit nicht geschrieben hat, dann fällt es einem schwerer, wieder ins Schreiben reinzukommen.

Solltest du also bei einigen der Aussagen „Ja, kenne ich“ gesagt haben, dann darfst du dich auf die Tipps in den folgenden Artikeln freuen. Vielleicht hilft ja der eine oder andere Tipp dir dabei, wenn du mal wieder eine Schreibblockade hast und in den Schreibfluss kommen willst.

Anne-Kerstin
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