April 3, 2024

Ich hätte es eigentlich wissen sollen. Aber man verdrängt es immer wieder. Gemeint ist, dass man ab und zu innehalten sollte und mal schauen sollte, was man so macht, um ein Business zum Laufen zu bringen oder am Laufen zu halten. Ganz besonders schwierig wird es, wenn du das Ganze nebenberuflich machst. In der letzten Zeit ist mir wieder bewusst geworden, wie viel ich eigentlich mache.

In den letzten Wochen hatte ich manchmal wenig Energie, ich fühlte mich ausgepowert und mir fehlte die Inspiration. Mein Hauptjob nahm mich aber auch ziemlich in Beschlag und man wird ja schließlich auch nicht jünger. Aber gleichzeitig erfüllt es mich immer wieder, wenn Kund:innen weiterkommen, ihren nächsten Schritt machen, ihr Buch fertig haben und veröffentlichen.  Dennoch war es mal wieder Zeit für eine Bestandsaufnahme, die im unten stehenden Text folgt. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dabei blicke ich auch ein wenig in die Vergangenheit und schaue, was sich seitdem verändert hat.

Damals ging es auch ohne Social Media und so

Ich denke da gerne 20 Jahre zurück, als ich mit meinem Business begann. Es gab kein Facebook, kein YouTube und es war noch en Vogue, Kleinanzeigen in einer Zeitschrift oder Zeitung zu schalten. Damals machte ich das so und hatte für meinen ersten Workshop „Schreiben mit der inneren Weisheit“ gleich Teilnehmer und den Raum kostenlos sogar dazu. Das waren tolle Zeiten. Heutzutage würde das wahrscheinlich nicht mehr so funktionieren.  Aber auch die heutige Zeit hat viele Vorteile, auch wenn es viel mehr gibt, was man heutzutage fürs eigene Business können muss.

Das ganze Technikgedöns, ohne das nichts geht

Heutzutage geht es ohne Blog und Social Media nicht mehr. Dafür hat sich der Wirkungskreis erweitert, denn Dank Zoom-Sessions kann man praktisch überall auf der Welt Menschen beraten. Während ich damals nur meine Schreibfähigkeiten und mein Workshop-Konzept brauchte, ja, vielleicht noch ein Berufsnetzwerk, habe ich heute viele Plattformen, die ich bespiele und einiges an Technikgedöns, ohne das nichts funktioniert.

Ich bin bei Facebook, habe einen YouTube-Kanal und bespiele Instagram. Natürlich kenne ich mich mit Zoom aus und mit WordPress und meinem Spezialtheme, was ich verwende. Dann gibt es noch eine Kursplattform, wo meine Kurse liegen, etc.

In alle Plattformen, in jede Software arbeite ich mich ein. Da gibt es Videoschnitt-Software, hier benutze ich Camtasia, das Designtool Canva, eine Software für Untertitel und noch viel mehr.

Jetzt habe ich das große Glück, dass es mir total viel Spaß macht, mich da einzuarbeiten und dass ich mich da über jeden Erfolg freue. Aber manchmal kommt dann das eigentliche Business zu kurz. Natürlich könnte ich auch alles andere aus der Hand geben und jemanden beauftragen, doch ich mache es eben sehr gerne alleine. Dadurch habe ich mir bereits ein ziemliches Wissen angeeignet, das ich nicht missen möchte. Und ich konnte auch anderen damit schon weiterhelfen.

Von Ärger über und Angst vor der Technik hin zur Liebe für die Technik

Dabei war das bei mir auch mal anders. Ich hatte einen riesigen Respekt vor der Technik, ja sogar ein wenig Angst davor, irgendetwas falsch zu machen und den Computer dadurch handlungsunfähig zu machen.

Der erste Computer, mit dem ich arbeitete, war ein Amiga 500. Die Dateien speicherte man damals auf Disketten ab. Auf dem Nadeldrucker wurde alles ausgedruckt. Eines Tages, als ich mal wieder eine Datei abspeichern wollte, ging es nicht. Es gab Fehlermeldungen und ich hatte nicht nur Angst, dass ich meinen Text für die Uni verliere, sondern auch, dass ich irgendetwas an der Software kaputt gemacht hatte. Aber ich ärgerte mich auch darüber, dass die Datei sich nicht abspeichern ließ, dass der PC nicht machte, was ich wollte. Auf der Diskette hatte ich mehrere Dateien abgespeichert. Sie waren damals kleiner und ohne Grafikelemente. Das kann man mit den heutigen Datenmengen gar nicht vergleichen.

Während ich die verschiedenen Tasten auf der Tastatur drückte und nichts geschah, öffnete sich plötzlich eine andere Datei mit dem Namen „Liebe“. Sofort stoppte mein Ärger, die Angst war weg und ich musste schmunzeln. Diese Datei war ein virtueller Tagebucheintrag, den ich ein paar Tage zuvor gemacht hatte. Er handelte davon, wie die universelle Lebensenergie mit ihrer bedingungslosen Liebe im Leben weiterhilft.

Nachdem ich diese Datei geöffnet hatte, probierte ich es auch noch mal mit der anderen Datei, die ich ursprünglich speichern wollte. Und siehe da: Jetzt ließ sie sich abspeichern. Diese Erfahrung öffnete bei mir wohl eine Tür zur Technik, zum Interesse daran, wie alles funktioniert und ich war dankbar dafür. Es war die Initialzündung für das, was in den folgenden Jahrzehnten kommen würde, doch das wusste ich damals noch nicht.

Ohne diese Erfahrung wäre ich wohl heute nicht so technikbegeistert und würde nicht so gerne immer neue Software ausprobieren, obwohl mein Business ja ein anderes ist.

Gute Planung ist wichtig mit einem nebenberuflichen Business

Es ist nicht nur die Technik, mit der man sich beschäftigen muss, sondern es gehört auch eine gute Planung dazu. Da ist bei mir noch Luft nach oben. Aber ich bin ja lernfähig.

Mir ist es schon passiert, dass ich einen halben Tag mit einem Technikproblem verbracht habe und darüber andere wichtige Dinge vergessen habe. Deshalb schreibe ich mir zumindest einen Tag vorher 1 bis 3 Dinge in den Kalender, die ich unbedingt erledigen möchte, um mit meinem Business weiterzukommen.

Wie geht es dir damit? Bist du der Planungsfreak oder auch eher die kreative Chaotin?

Mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich glücklich bin, wenn ich abends die Dinge abhaken kann, die ich erledigt habe.

Ach, da wäre ja auch noch das Marketing

Oh, das hätte ich fast vergessen: Neben der Entwicklung von Kursen, dem Schreiben von Büchern und dem Schreibmentoring darf sich die alleinige Businessfrau auch noch um das Marketing kümmern. Social-Media-Posts, YouTube-Videos, kommentieren, präsent sein, Blogartikel schreiben, etc. Allein das Marketing ist schon ein Job, für den ich gerne am Tag so drei bis vier Stunden Zeitkontingent hätte.Habe ich aber nicht, jedenfalls meistens nicht. Zum Glück kann man vieles vorplanen.

Und dann gibt es da noch …

… den Hauptjob, mit dem ich einen Großteil meiner Zeit verbringe. Ja, ein nebenberufliches Business ist durchaus eine Herausforderung. Dennoch ist es momentan für mich die bessere Wahl, da ich auf der einen Seite eine finanzielle Sicherheit habe, auf der anderen Seite kreativ sein darf und meine Herzensberufung leben darf.  Dafür bin ich auch sehr dankbar, auch wenn die Doppelbelastung manchmal echt anstrengend ist.

Freizeit – kleine Urlaubsmomente

Freizeit ist das, was ich manchmal vergesse. Aber mein Körper sagt mir dann, dass ich jetzt mal pausieren sollte. Da hilft mir oft schon ein kleiner Spaziergang. Dann gönne ich mir ab und zu im Eiscafé in der Nähe eine leckere belgische Waffel. Dabei stelle ich mir dann vor, ich bin gerade in einem Kurzurlaub. Ich träume vor mich hin und habe manchmal sogar eine Idee für neue Angebote und Formate.

Einfach das Beste aus allem machen

Vielleicht machst du alles komplett anders mit deinem nebenberuflichen Business. Vielleicht beauftragst du Dienstleister für die Technik, lässt deine Texte von K.I. schreiben (das ist nicht so mein Ding), etc. All das kann man natürlich machen, wenn man selbst damit zufrieden und glücklich ist. Schließlich ist jeder einzigartig. Jeder muss seinen eigenen Rhythmus finden und wie er oder sie die Dinge für sich löst.

Wenn du magst, dann schreib doch mal in die Kommentare, wie es dir mit deinem nebenberuflichen Business geht. Wie sieht deine One Woman Show aus?

About the author 

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Ich inspiriere dich, deine Einzigartigkeit zu finden und auf den Punkt zu bringen. Außerdem unterstütze ich dich beim Schreiben deiner Business-Story. Geschichten bleiben im Gedächtnis und zeigen, was dich einzigartig macht! Auch, wenn du deinen Ratgeber oder dein Expertenbuch schreiben willst, bist du bei mir richtig.

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