Von nichts kommt nichts oder wie Sie das Meer der Möglichkeiten wiederfinden

Foto: lzf - shutterstock

Foto: lzf – shutterstock

Kennen Sie das auch? Es gibt immer wieder Zeiten, in denen man das Gefühl hat, man kommt nicht so richtig voran. Man hat das Gefühl, man hängt fest. Vielleicht bleiben die Kunden aus, die Seminare laufen nicht mehr so richtig oder man hat nur wenig Energie, um sich aufzuraffen und etwas Neues auszuprobieren, neue Projekte zu entwickeln oder Akquise zu betreiben. Vielleicht geht das sogar so weit, dass man kurz davor ist aufzugeben, statt durchzuhalten und weiterzumachen.

In der letzten Zeit ging es mir ein bisschen so. Ich hatte Online-Workshops, die ich verschieben musste, weil zu wenig Anmeldungen kamen.  Auch meine anderen Projekte, meine Bücher, Trainings und meine beiden Blogs lagen brach. Irgendwie fehlte mir auch die kreative Energie, einfach weiterzumachen.  Ja, das ist eine Spirale, die sich abwärts dreht, ein Teufelskreis, aus dem man sich nicht immer so leicht herausbewegen kann. Doch man kann, ja, man muss sogar, denn von nichts kommt nichts. Verharrt man in diesem Zustand und tut immer weniger und jammert mehr, 🙂 dann manifestiert sich diese Energie auch nach außen und man wundert sich, dass man keinen Erfolg hat.

Wie wäre es, wenn Sie sich stattdessen (wieder) an das Meer der Möglichkeiten erinnern würden, das in Ihrem (Berufs)-Leben existiert und das Sie vielleicht nur für einige Zeit nicht beachtet haben? Ich jedenfalls vergesse dieses Meer an Möglichkeiten ab und zu, von Zeit zu Zeit, immer mal wieder. Einer meiner „Lieblingssätze“ in solchen Zeiten ist dann „Es klappt ja sowieso nichts.“ Dann ist es höchste Zeit, dass ich mich wieder für die Möglichkeiten öffne, die sich mir im Hier und Jetzt bieten.

Sicher hat jeder seine Möglichkeiten, um sich in Zeiten der Stagnation wieder mit Kreativität und Zuversicht anzufüllen. Hier möchte ich einige von meinen ganz persönlichen Möglichkeiten vorstellen.

  • Als erstes Frage ich mich: Was ist mein Ziel? Was will ich wirklich? Dieses Ziel formuliere ich in 1-2 Sätzen.
  • Dann schaue ich nach inneren Blockaden. Was hält mich davon ab, weiterzumachen und erfolgreich zu sein?  Schließlich spiegelt das Äußere nur das Innere wider. Darüber wurde schon in vielen Büchern geschrieben, das ist Ihnen sicher auch nicht neu.  Habe ich eine Blockade gefunden, dann benenne ich sie, fühle sie und lasse sie innerlich los.  Auch hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können sich z. B. vorstellen, dass Sie das, was Sie am Weiterkommen hindert, in einen Luftballon hineingeben, den Sie in Ihrer Imagination anschließend wegfliegen lassen.
  • Dann finde ich es wichtig, etwas zu finden, dass mich wieder an die kreative Kraftquelle in mir anschließt. Vielleicht malen Sie oder meditieren Sie. Vielleicht machen Sie Yoga oder Qigong. Manchmal reicht auch ein Spaziergang.  Schreiben ist für mich eine der Möglichkeiten, um mich wieder für meine Kreativität zu öffnen.
  • Wichtig ist auch, dass man sich auf seine Einzigartigkeit besinnt. In Zeiten, in denen nicht alles so rund läuft, passiert es mir oft, dass ich anfange, mich mit anderen zu vergleichen, die natürlich immer besser abschneiden als ich selbst… 🙂 Das sollte nicht sein. Besinnen Sie sich wieder darauf, dass Sie und Ihr Angebot einzigartig sind. Wenn es Ihnen hilft, dann formulieren Sie Ihre Einzigartigkeit doch mal in zwei bis drei Sätzen.
  • Gute Freunde und Netzwerkpartner, die einem Tipps geben, sind auch ein wertvolles Gut. Es ist wunderbar, wenn man sich austauscht und sich gegenseitig nicht als Konkurrenz sieht, sondern sich mit Ideen und Kooperationen befruchtet. Ich habe einige Netzwerk-Partner/-innen, die ich sehr schätze
  • Dann beginne ich mit dem ersten Schritt. Ich schreibe einen Blogbeitrag oder notiere Ideen, die ich mir schon lange mal notieren wollte. Es kann auch sein, dass ich endlich ein Seminarkonzept entwickle, dass ich bisher nur grob im Kopf hatte.

Sehen Sie das Meer der Möglichkeiten vor sich? Sprudeln die Ideen plötzlich wieder und auch die Zuversicht ist wieder da? Dann ist es eine schöne Übung, wenn Sie sich für die vielen Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten, innerlich bedanken. Ich erlebe es immer wieder, wie stark der Unterschied ist, ob ich mit meinem Bewusstsein im Frust hänge oder in der Dankbarkeit bin. Probieren Sie es mal aus. Wenn Ihre Dankbarkeit wirklich aus dem Herzen kommt und nicht, weil Ihnen jemand sagt: „Jetzt sei doch mal dankbar!“, dann ist das ein erfüllendes und anhebendes Gefühl, dass wie eine Welle sein kann, von der Sie sich zu neuen Horizonten tragen lassen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, wenn Sie sich aus der Stagnation oder dem Nichts herausbewegen in Ihr ganz persönliches Meer der Möglichkeiten.

About the Author Anne

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.

follow me on:

Leave a Comment: