Von der Einzigartigkeit zum Firmenslogan und mehr…, Teil 10

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Als Jeanette am nächsten Morgen aufwachte, war sie erstaunt, dass sie in Martins Armen lag. Doch da fiel ihr wieder ein, was am Tag zuvor geschehen war: Wie sie sich gestritten hatten und Martin schließlich zu einem Freund auf sein Hausboot gegangen war, um dort zu übernachten. Doch mitten in der Nacht war er nach Hause gekommen, weil ein Unwetter wütete.

Jetzt räusperte Martin sich und sagte: „Guten Morgen, Schatz.“ Jeanette hatte diese Worte schon lange nicht mehr aus seinem Mund gehört, sie hatten ja kaum miteinander geredet.

„Ich habe mich gestern noch mit Richard, meinem Freund und Kollegen, ausgetauscht und mir ist da was klar geworden.“ Jeanette blickte auf die Uhr und rief: „Oh, ich muss mich fertig machen, ich habe in einer Stunde ein Coaching und danach Klienten. Wie wäre es, wenn du mir beim Frühstück deine Gedanken mitteilst?“ „Okay, okay“, sagte Martin.

„Nanu?“ Jeanette wunderte sich. Sonst war Martin doch nicht so verständnisvoll, wenn es um ihre Selbstverwirklichung ging.

Am Frühstückstisch erzählte Martin dann: „Richard hatte vor ein paar Jahren eine ähnliche Auseinandersetzung mit seiner Frau. Er war frustriert und unglücklich mit seinem Job und sie begann damit, sich mehr und mehr selbst zu verwirklichen. Beide waren schon kurz vor der Scheidung, als er einen alten Freund von früher traf, der ihm drei goldene Tipps gab, die ihm halfen, sein Leben zu verändern.

  • Wenn du Freiheit willst, dann schenke dem anderen auch die Freiheit, sich zu entfalten.
  • Wenn du unzufrieden bist, dann versuche deine Träume wiederzufinden, die du einmal hattest. In deinen Träumen liegt deine Einzigartigkeit verborgen. Vielleicht ist es Zeit, eine Tür zu schließen und eine neue Tür zu öffnen, finde es heraus!
  • Wertschätzung, Wertschätzung und noch mal Wertschätzung. Schätze den andern wert und du erfährst selbst Wertschätzung. Und vor allem, schätze dich selbst wert, so wie du bist. Wenn du dich selbst verstehst und wertschätzt, wirst du auch eher andere verstehen und wertschätzen.

Als ich gestern über diese drei Punkte  nachdachte, fiel mir ein, dass ich meinen Traum, Segellehrer zu werden, damals als junger Mann begraben hatte. Ich hatte immer die Familie im Kopf, für die ich sorgen musste und entschied mich für die Stelle, die ich heute immer noch inne habe. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich noch dieses Jahr in den letzten Sommertagen mit der Ausbildung beginne und mir diesen Traum erfülle. Richard möchte vielleicht mit mir zusammen eine Segelschule aufmachen. Wo wir den See fast direkt vor der Tür haben, wäre das doch toll.“

Jeanette war sprachlos. Das war das Letzte, das sie erwartet hatte. „Wir haben auch schon einen Slogan für unsere Segelschule“, verriet Martin: „Mit dem Wind der Freiheit segeln.“ „Wie, das habt ihr alles letzte Nacht ausgeheckt?“ Jeanette war sprachlos. „Ja, da wir nicht schlafen konnten, haben wir mal ein bisschen rumgesponnen.“ Dafür sind wir doch recht weit gekommen, oder?“

„So weit bin ich noch nicht.  Ich bastele immer noch an meinem Slogan. Bisher habe ich nur einen Satz gefunden: ‚Die Kombination zwischen Heilen und Schreiben macht den Unterschied!‘ Wie gefällt dir das?“ Jeanette war erstaunt. Noch vor ein paar Tagen hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie jemals mit Martin über ihren Slogan reden würde und jetzt fragte sie ihn sogar um Rat.

„Ja, ich finde, das ist vielleicht ein bisschen lang“, überlegte Martin. „Was sind denn deine Lieblingsworte? “ Jeanette überlegte: „Nun, ja, meine Lieblingsworte sind: Schreiben, Worte, Kräuter, Selbstheilung, öffnen.

„Moment, mir kommt gerade eine Idee“, rief Martin: ‚Öffnen Sie Ihrer Selbstheilung die Tür!‘ und dann als Unterzeile vielleicht:  ‚Durch Schreiben, Kräuter und Co. zum Ziel.‘ Wie  gefällt dir das?“ „Oh, das finde ich ja klasse!“ Jeanette war ganz begeistert. Besonders freute sie sich, dass es Martin war, der ihr diesen Vorschlag für den Slogan gemacht hatte. „Ich werde das jetzt gleich im Coaching mal vorschlagen.“

Einige Wochen später war der große Tag gekommen. Jeanette hielt ihren Vortrag auf dem Heilpraktiker-Kongress. Die Kette mit dem Saphir funkelte an ihrem Hals und Martin saß in der ersten Reihe und hörte zu. In seinem Job hatte er Teilzeit beantragt, um Zeit für die Ausbildung zum Segellehrer zu haben. Jeanette verdiente mittlerweile so gut, dass sie sich das leisten konnten.  Und wenn beide dann mal wieder Zeit hatten, gemeinsam etwas zu unternehmen, dann gingen sie zu dem Lieblingsitaliener um die Ecke und freuten sich über das gute Essen und freuten sich darüber, wie glücklich sie doch wieder miteinander waren.

Und hier endet die Geschichte von Jeanette, die sich aufmachte, um ihre Einzigartigkeit zu entdecken und von Martin, der erstaunlicherweise durch Jeanettes Suche nach der Einzigartigkeit selbst einen alten Traum wiederfand.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, dass sie ihre Einzigartigkeit finden und glücklich und erfolgreich damit sein können. Diese Geschichte ist nur eine Geschichte.  Doch wer sagt denn, dass Geschichten nicht wahr werden können? Wichtig ist doch, was wir denken und wenn wir an uns glauben, dann werden vielleicht unsere kühnsten Träume wahr. Und genau das wünsche ich Ihnen auch.

THE END

 

 

 

 

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.
Anne-Kerstin
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