Von der Einzigartigkeit zum Firmenslogan, Teil 3

Foto: JamesDeMers – Pixabay

Am nächsten Morgen wachte Jeanette mit einem flauen Gefühl im Bauch auf. Dann erinnerte sie sich an den Abend zuvor und ihr schoss der Gedanke durch den Kopf, dass sie es vermutlich nie schaffen würde, eine eigene Praxis zu haben, die wirklich erfolgreich lief, denn sie hatte ja noch nicht mal das Geld für eine Beratung,  um sich bekannt zu machen. 🙁

Mit Martin hatte sie am Abend zuvor kaum noch gesprochen. Als sie jetzt aufwachte, – sie hatte auf der Couch im Wohnzimmer übernachtet – war er schon aus dem Haus. Er hatte sie gar nicht geweckt.

Plötzlich hörte sie im Arbeitszimmer das Telefon klingeln. Schnell rannte sie hin, um den Hörer abzuheben.  Marietta war am Apparat: „Stell dir mal vor, ich habe eine tolle Idee für dich. Du hast doch die Ausbildung  „Schreiben zur Selbstheilung“ gemacht. Jetzt sucht die Heilpraktiker-Schule, an der ich gerade meine Homöopathie-Ausbildung mache, einen Dozenten genau für dieses Fach. „Was?“ Jeanette war ganz aufgeregt. Da sie selbst gerne schrieb und auch immer wieder heilende Märchen entwickelte, hatte sie sich damals neben noch vier weiteren Ausbildungen für diese Ausbildung entschieden. „Ja, das wäre ja super.“ Jeanette spürte, wie ihr Herz zu hüpfen begann. So sehr freute sie sich. „Am besten du kommst heute noch und stellst dich vor“, empfahl Marietta ihr. „Und warum ausgerechnet „Schreiben zur Selbstheilung?“ Jeanette wunderte sich, dass das überhaupt jemanden interessierte.

„Nun ja, die wollen sich schon von anderen Heilpraktiker-Schulen abheben und auch mal etwas Besonderes anbieten. Und da die Dozentin, die sie zunächst vorgesehen hatten, abgesprungen ist, habe ich sofort an dich gedacht und der Schulleiterin begeistert von dir erzählt.

Sie ahnen es sicher schon. Tatsächlich bekam Jeanette den Job. Als sie den Vertrag in der Tasche hatte, freute sie sich so sehr, dass sie auf der Straße vor der Heilpraktiker-Schule auf und ab hüpfte wie ein kleines Mädchen. Endlich würde sie nach 24 Jahren Haushalt und Familie selbst damit beginnen, ihr eigenes Geld zu verdienen und sie konnte damit starten, sich bekannt zu machen.

Plötzlich dachte Jeanette wieder an die Übung, die sie am Abend zuvor gemacht hatte, bei der sie den alten, weisen Mann getroffen hatte.  War diese Dozententätigkeit der Schlüssel zu ihrem neuen Leben? Schließlich hatte der weise Mann ihr am Ende ihrer Meditation einen Schlüssel geschenkt.  Voller Dankbarkeit dachte sie an die Möglichkeiten, die sich ihr eröffneten und jubelte innerlich, dass sie sich mehr und mehr aus der finanziellen Abhängigkeit von Martin, ihrem Mann, lösen würde.

An diesem Tag erschien Jeanette zum ersten Mal bei mir in der Beratungsstunde.  Von unserer ersten Begegnung bei dem Netzwerktreffen hatte ich sie ja noch als ziemlich schüchtern in Erinnerung. Doch als ich zur Tür hereinkam dachte ich erst, sie hätte ihre Schwester geschickt oder es wäre ein vollkommen anderer Mensch. 🙂 Diese Frau strahlte mich an. Sie freute sich, mich zu sehen und endlich loszulegen. Die Schüchternheit war kaum noch zu spüren, vor allem, als sie loslegte und erzählte, was inzwischen passiert war. „Beinahe hätte ich den Termin absagen müssen, doch dann kam alles anders…“

Doch jetzt wollte ich es endlich wissen. Seit dem Netzwerktreffen hatte ich gerätselt, welche fünf Ausbildungen sie neben ihrer Heilpraktikerausbildung gemacht hatte, deshalb fragte ich sie jetzt: „Welche fünf Ausbildungen hast du denn nun gemacht?“  „Ja“, antwortete sie lächelnd. „Ich habe eine Homöopathie-Ausbildung gemacht, eine Ausbildung in systemischer Aufstellungsarbeit, den Entspannungstrainer, eine Ausbildung in Kräuterheilkunde und natürlich die Ausbildung „Schreiben zur Selbstheilung“.

„Oh, das ist ja ganz schön vielfältig“, sagte ich zu Jeanette. „In letzter Zeit treffe ich immer mehr Menschen, die so vielfältig sind. Nicht immer ist die Einzigartigkeit dann so offensichtlich, liegt sie doch in der Vielfalt verborgen. Also war es auch bei Jeanette so. Ich freute mich schon auf die Arbeit mit ihr und auf die inneren Schätze,  die wir noch heben würden.

Fortsetzung folgt…

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.
Anne-Kerstin
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