Eines Tages ernten wir, was wir gesät haben

Foto: Dimedrol68 - shutterstock

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Schon in der Bibel heißt es: „Was du säst, wirst du ernten.“ Für mich ist dieser Satz auf vieles in meinem Leben anwendbar. Und danach zu leben bedeutet für mich, die Verantwortung für das Leben zu übernehmen. Ich schaue, wie gehe ich mit mir selbst, meiner Umwelt oder anderen Menschen um. Handle ich aus Liebe? Bin ich wertschätzend mir selbst und anderen gegenüber? Oder versuche ich mich selbst und andere runterzuziehen, schlecht zu machen oder ihnen weh zu tun. Es gelingt mir nicht immer, in der Liebe und der Wertschätzung zu sein. Auch ich bin nur ein Mensch. 🙂 Aber ich übe es.

Oft wird der Satz so verstanden, dass man etwas „Schlechtes“ getan hat und deshalb irgendwann die Quittung dafür bekommt.  Man kennt dies auch als das „Gesetz von Ursache und Wirkung“. Ich setze eine Ursache und spüre irgendwann die Wirkung. Manchmal liegt die Ursache schon so lange zurück, dass ich sie vergessen habe und mich über die Wirkung wundere. 🙂 Man kann natürlich genauso „Gutes“ tun und wird dann auch irgendwann die Wirkung erfahren, vielleicht nicht sofort, aber irgendwann später.

Dieser Satz hat aber auch eine ganz andere Qualität, weshalb die Überschrift zu diesem Artikel auch lautet: Eines Tages ernten wir, was wir gesät haben!  Das bedeutet nämlich, dass wir überhaupt erst einmal etwas säen müssen, um auch ernten zu können.

Zum Beispiel auf das Thema „Unternehmenserfolg“ bezogen, bedeutet dies: Wer nichts dafür tut, kann auch nicht erfolgreich sein. Ich höre immer wieder von Soloselbstständigen, gerade aus dem ganzheitlichen und spirituellen Bereich, die sagen: „Ich bin halt noch nicht so bekannt. Die Leute wollen das nicht, was ich mache, sie verstehen mich nicht. Es gibt so viel Konkurrenz, die sind bestimmt alle besser als ich.“ Gerade den letzten Satz habe ich leider auch oft vor mich hergebetet. 🙂 Doch ist das alles wirklich die Saat, die wir wollen? Man stelle sich mal vor, was man erntet, wenn man diese Glaubenssätze weiter nährt. 🙂

1. Es kommt darauf an, was wir säen bzw. nähren

Gerade, wenn man neu mit seiner Selbstständigkeit anfängt und kein Mensch einen kennt, dann schaut man oft zu den Menschen auf, die schon bekannt sind. Nur waren die das ja auch nicht von Anfang an. Offensichtlich haben sie das Richtige gesät, damit sie heutzutage erfolgreich sind.  Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade dann das Karussell der negativen Glaubenssätze wieder anspringt, wenn man zu einer bekannten Persönlichkeit aufblickt. Oft wird noch ein besonders „schöner Samen“ draufgesetzt, der lautet: „Das schaffe ich nie!“

Diese „Samen“ sollten wir schnellstens entsorgen. Das muss ich mir auch immer wieder sagen. Wenn sie sich zeigen, dann lege ich sie bewusst im Inneren in ein helles Licht oder schicke sie in die Sonne. Man kann sich auch ein Feld vorstellen, wo sie vom Wind weggetragen werden.

Tipp: Frage dich: Was kannst du säen, damit du irgendwann deinen Erfolg erntest?

2. Säe Selbst-Wertschätzung

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alles davon ausgeht, ob man sich selbst und das, was man tut, wertschätzt oder nicht. Das ist ein Thema, an dem arbeite ich auch immer wieder. Zu leicht vergisst man, wo man schon erfolgreich war, was man für Talente mitbekommen hat, als man in dieses Leben gekommen ist, ja sogar, wer man überhaupt ist. Ist es nicht eher so, dass man selbst oft sein schlimmster Kritiker ist? Ich bin zu dick, zu dünn. Ich habe nicht die nötigen Qualifikationen für das, was ich machen will. Andere können besser schreiben, Vorträge halten, etc. Der innere Kritiker wird immer wieder etwas finden, was dich runterzieht. Er will dich im Prinzip vor einer Blamage bewahren, doch manchmal treibt er es einfach zu doll.

Tipp: Meditiere oder kontempliere darüber, wer du wirklich bist. Bitte deine innere Führung, deinen Schutzengel oder dein Höheres Selbst, dir das zu zeigen. Bitte auch darum, dass du lernst, dich selbst wertzuschätzen.

3. Säe Dankbarkeit

Dankbarkeit ist eine tolle Möglichkeit, um innerlich (wieder) in die Fülle zu kommen und in dieses Gefühl, erfolgreich zu sein. Hier ein Beispiel von mir: Am Montag gibt es ein neues Live-Online-Training von mir. Zum ersten Mal setze ich dort einen Gutschein ein. Das Training an sich kostet schon nicht so viel (10 € für eine Stunde). Mit Gutschein zahlt man 5 €. Es meldete sich jemand mit Gutschein an und fragte mich, ob ich denn überhaupt was davon hätte, wenn es so wenig kosten würde. Ich dachte eine Weile darüber nach. Sicher mache ich vielleicht nicht den größten Umsatz damit, aber da ich bisher meine Webinare immer kostenlos abgehalten habe, ist das ein schöner Einstieg. Natürlich kann ich jetzt sagen, nur 5 Euro. Ich kann aber auch dankbar dafür sein, dass sich jemand für 5 Euro anmeldet. Das ist die uralte Frage: Ist das Glas halbvoll oder halbleer?

Genauso solltest du dir immer wieder vor Augen führen, mit welchen Talenten du gesegnet bist. Dafür dankbar sein, hat eine große Kraft. Ich finde es selbst immer wieder erstaunlich.

Tipp: Nimm dir Abends vor dem Schlafengehen ein bisschen Zeit für deine Dankbarkeit. Entweder schreibst du etwas darüber in dein Tagebuch oder du führst ein extra Dankbarkeits-Tagebuch. Und ganz wichtig: Feiere die kleinen Erfolge!

4. Wer bekannt werden will, sollte Sichtbarkeit säen

Gerade im spirituellen oder ganzheitlichen Bereich begegnen mir oft Menschen mit Top-Fähigkeiten. Menschen, die ganz viel Herzblut und Liebe für Ihre Projekte haben und die dennoch irgendwie nicht so recht voranzukommen scheinen.

Frage ich sie dann: Hast du einen Blog? Eine Internet-Seite? Bist du in Social Media unterwegs und zeigst dich dort? Willst du vielleicht ein Buch schreiben, um dich zu zeigen? Wie machst du deine Werbung? Wie zeigst du dich überhaupt, damit man weiß, dass es dich gibt? Dann bekomme ich manchmal zu hören, dass dafür keine Zeit sei und es noch so viele andere Dinge gebe, die wichtiger seien. Oder derjenige sagt zu mir: „Ach ne, Social Media will ich nicht.“ Oder ich höre auch öfters: „Das bringt ja sowieso nichts.“

Man will zwar bekannt werden und Kunden oder Klienten haben, aber nichts dafür tun. Oft steckt nicht Faulheit dahinter, sondern die Angst, sich zu zeigen. Auch ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich den Mut entwickelt hatte, mich mit meinen Themen zu zeigen, so wie ich bin, mit dem, was mich ausmacht.

Gerade das Internet bietet heutzutage so viele tolle und vor allem erschwingliche Möglichkeiten, um sich bekannt zu machen, dass du die Chance ergreifen solltest, wenn du es bisher noch nicht gemacht hast.

Auch ein eigenes Buch ist heutzutage für dich in greifbarer Nähe, denn du kannst es selbst publizieren und veröffentlichen und bist nicht mehr von einem Verlag abhängig. Natürlich gibt es gerade auch beim Bücherschreiben manchmal Unsicherheiten und die Angst, nicht gut genug zu sein. Mit meinen Einzelcoachings helfe ich dir gerne, dein Selbstvertrauen in deine Schreibfähigkeiten zu stärken und dein Buchprojekt zu starten.

Tipp: Die Angst davor, sich zu zeigen, ist meistens eine tiefer liegende Blockade. Suche dir einen Coach oder Therapeuten deines Vertrauens, der dir dabei hilft, diese Angst zu überwinden und in dein strahlendes Selbst zu kommen.

5. Das Prinzip des langsamen Wachsens (Slow grow) 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nichts, aber auch gar nichts von heute auf morgen geht. Es braucht Zeit, viel Zeit, um sich bekannt zu machen. 2008 habe ich – damals noch auf einem anderen Blog – mit dem Bloggen angefangen. Die Geschichte könnt ihr hier nachlesen. Seit 2010 schreibe ich auf diesem Blog. 2009 fing ich mit Facebook an, Xing, das früher Open BC hieß, war 2004 das erste soziale Netzwerk, wo ich mich anmeldete.

In dieser Zeit habe ich mich immer wieder gezeigt, je nachdem, wie es in den Netzwerken passt. Auf Facebook zeige ich mich mehr persönlich, poste auch mal Sprüche, die zu mir und meiner Ausrichtung passen oder eines von meinen Sonnenuntergangs-Bildern oder natürlich Links zu Blogartikeln oder Online-Shops, wo es meine Bücher gibt.

Mit der Zeit habe ich echte Fans gewonnen, sowohl über das Privatprofil, als auch über meine Facebook-Fanpage. Ich bin unendlich dankbar dafür, dass es euch gibt! Ohne euch, meine Fans, wäre ich nicht dort, wo ich heute wäre. Doch es brauchte eine Zeit des langen Wachstums, bis es soweit war, und der Bekanntheitsgrad darf immer noch wachsen.  🙂

Besonders stolz bin ich auch darauf, dass ich seit letzter Woche Co-Moderatorin der Xing-Ambassador-Gruppe Work-Live-Sense-Network bin. Ja, für die Möglichkeiten, die das Internet bietet, um neue Kontakte zu knüpfen und sichtbarer zu werden, bin ich sehr dankbar.

Doch warum schreibe ich das alles hier? Ich will dir Mut machen, deinen eigenen Weg zu finden, sichtbar zu werden, denn du hast es verdient, dass die Welt von deinem Herzensthema erfährt. Ich möchte dir aber gleichzeitig auch sagen, dass du eine Zeit brauchst, bist du den Punkt erreichst, wo das, was du gesät hast, Früchte trägt. Es ist wichtig, Geduld zu haben und Durchhaltevermögen. Fang lieber heute mit einem Schritt an und bleib dran. Dann wirst auch du eines Tages das ernten, was du gesät hast. Denn irgendwann wird alles Früchte tragen.

Tipp: Als ersten Schritt würde ich dir eine Internet-Seite mit integriertem Blog empfehlen. Diese Seite ist deine „Zentralsonne“, von der alles ausgeht. Dann kommen die sozialen Netzwerke hinzu, die zu dir und deinem Thema passen. Und natürlich kannst du auch immer schauen, wie du offline für dich Werbung machst – das könnte ja auch ein eigenes Buch sein, was du dann wieder online verkaufst. Ich berate dich gerne bei deinen ersten Schritten mit deiner Internet-Seite, in Social Media oder mit deinem Buch.

Welchen Schritt wirst du 2016 als erstes gehen, um dich zu zeigen, um noch bekannter zu werden, als du es schon bist?

About the Author Anne

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, deine Einzigartigkeit zu leben und dir ein erfolgreiches Herzensbusiness aufzubauen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.

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