Sich selbst lieben lernen (2): Die Stärke in den eigenen Schwächen entdecken

Foto: Tama66 - Pixabay

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Haben Sie sich auch schon mal über die Dinge geärgert, die Sie nicht so gut können oder die Ihnen nicht so gut  gelingen? Haben Sie sich auch schon mal gewünscht, dass Sie das Eine oder andere Besser können?

Ich denke, dass es keinen Menschen gibt, der nicht irgendwelche Schwächen hat, Dinge, die ihm schwerfallen. Das kann so etwas Einfaches sein, wie die jährliche Steuererklärung. Manche Menschen lieben es, Abrechnungen zu machen, mit Zahlen zu jonglieren. Manche hingegen finden das trocken und schieben die Steuererklärung vor sich her. 🙁

Oder ein anderes Beispiel: Manche Menschen reden gerne vor Publikum, andere winken bei dem bloßen Gedanken daran ab. Sicher fallen Ihnen auch noch eigene Beispiele, ein,   was Ihnen schwerfällt.

Es gibt, wie immer, mehrere Möglichkeiten, wie man damit umgehen kann. Natürlich kann man herumjammern und ständig erzählen, wie blöd es doch ist, dass man etwas Bestimmtes nicht kann oder dass man immer noch auf bestimmte Äußerungen verletzt reagiert. Aber es gibt auch noch eine andere Möglichkeit und diese Möglichkeit hat mit Selbstliebe zu tun.

Greifen wir noch mal das Beispiel mit der Schüchternheit auf. Mir ging es so, dass ich in der Schule ziemlich schüchtern war. Musik und Religion waren die einzigen Fächer, in denen ich auflebte. In anderen Fächern blieb ich lieber still. Natürlich störte es mich manchmal, dass ich mich so wenig traute, mündlich etwas zum Unterricht beizutragen. Aber damals wusste ich noch nichts von inneren Mustern und vergangenen Ereignissen, die im Unterbewusstsein abgespeichert werden und die mein Leben beeinflussen können.

Heute weiß ich das und ich halte es auch für wichtig, wenn man etwas hat, das man als Schwäche bezeichnet,  dies näher zu betrachten und evtl. herauszufinden, was die tiefere Ursache dafür ist. Dies ist eine Möglichkeit und sicher eine sehr hilfreiche. Ich habe das oft gemacht und mache es auch heute noch immer wieder.

Eine andere Möglichkeit ist es auch, den Schatz zu entdecken, der in jeder Schwäche verborgen liegt. Nehmen wir  meine Schüchternheit. Wenn mir damals als Schülerin jemand erzählt hätte, dass ich mal vor Leuten stehen und Workshops leiten würde, dann hätte ich ihn schief angeschaut, weil ich das einfach nicht geglaubt hätte.

Was ist geschehen? Irgendwann habe ich entdeckt, dass es mir Spaß macht, frei vor Publikum zu sprechen. Und so habe ich kontinuierlich daran gearbeitet, meine Schüchternheit mehr und mehr abzulegen und ich arbeite immer noch daran. 🙂

Dass ich als Kind ziemlich schüchtern war, hilft mir heute als Kommunikations-Coach, diejenigen zu verstehen, die sich nicht trauen, vor anderen Menschen zu sprechen. Und durch meine eigene Schüchternheit und Unsicherheit habe ich Möglichkeiten entwickelt, diese Blockade zu überwinden.

Vielleicht schauen Sie einfach mal, was Sie in Ihrem Leben als Schwäche bezeichnen würden und versuchen, den Schatz, die Stärke, darin zu finden. Ich kenne jemanden, der mir erzählt hat, dass er früher Berge von Papier auf dem Schreibtisch hatte und jetzt arbeitet er als Organisationsberater und Ordnungs-Coach. Und solche Beispiele gibt es viele. Vielleicht kennen Sie sogar Menschen in Ihrem Bekanntenkreis.

Manchmal liegt die Stärke darin verborgen, dass man sich mit seiner sogenannten Schwäche näher befasst und den Schatz darin entdeckt. Manchmal wird man dann ein Spezialist, der anderen Menschen gerade auf diesem Gebiet helfen kann.

Wenn man seine Schwächen nicht mehr als negativ ansieht, sondern den Schatz, der darin verborgen liegt, erkennt,   dann hat man wieder einen wichtigen Schritt in Richtung Selbstliebe gemacht.

Probieren Sie es aus!

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.
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