Was hindert Sie daran, an sich selbst zu glauben?, Teil 2

Foto: Volodymyr Goinyk – shutterstock

Es gibt immer wieder Zeiten im Leben, da wird der Glaube, den man an sich selbst hat, auf die Probe gestellt.

Hier ein Beispiel von mir: Als ich 16 Jahre alt war, wollte ich unbedingt Violine spielen, weil ich Musikerin werden wollte. Viele rieten mir davon ab, mit den Worten: „Das ist zu spät, mit 16 Jahren noch damit anzufangen. Das hat ja gar keinen Zweck mehr.“

Da ich aber einen solchen inneren Drang verspürte, dieses Instrument zu lernen, nahm ich trotzdem Unterricht und hatte viel Freude am Violinspiel.  Eine meiner damaligen Geigenlehrerinnen, mit der ich heute noch befreundet bin, meinte, dass ich sehr gut gespielt habe.

Ich spielte gerade drei Jahre Violine, als ich die Aufnahmeprüfung für ein Musikstudium machte. Ziemlich mutig, würde ich heute sagen, denn wer das Instrument kennt, weiß, wie schwierig es ist und dass man Jahre braucht, bis man gut spielt.  Natürlich schaffte ich diese Aufnahmeprüfung nicht. Und natürlich war ich an diesem Tag ziemlich niedergeschlagen und traurig.  Aber hätte ich damals mir selbst und meinem inneren Drängen nicht vertraut, dann wäre immer etwas in mir unbefriedigt geblieben.  Noch heute bin ich froh, dass ich damals an mich geglaubt habe und entgegen der Aussagen mancher Personen in meinem Umfeld, die mir davon abgeraten haben, doch noch damit begonnen hatte, Violine zu lernen und die Aufnahmeprüfung zu machen.

Aber das Leben geht weiter. Das Violinspiel ist inzwischen Geschichte und ich habe meine Leidenschaft für das geschriebene Wort entdeckt.  Dennoch möchte ich die vielen Auftritte, die ich z. B. bei Kirchenkonzerten  hatte, nicht missen. Auch wenn die Dinge anders liefen, als ich es gerne gehabt hätte, verlor ich den Glauben an mich selbst nicht. Wenn ich heute zurückblicke, so denke ich sogar eher, dass mich diese Erfahrung gestärkt hat.

Vielleicht kennen Sie ähnliche Situationen in Ihrem Leben und möchten sich bewusst machen, was Ihren Glauben an sich selbst stärkt oder schwächt?

Hier ein paar Punkte, die mir einfallen, die entweder unseren Glauben an uns selbst untergraben können oder ihn stärken können. Je nachdem, aus welcher Blickrichtung wir das betrachten. Wenn wir wieder das Beispiel mit dem Baum aus dem ersten Teil nehmen, dann können Sie sich fragen: Bin ich hier eher der Baum, der auch im Sturm noch feststeht oder bin ich hier eher der Baum, der im Sturm hin- und herschwankt?

Stellen Sie sich vor:

  1. Jemand kritisiert Sie.
  2. Sie haben intuitiv das Gefühl, etwas Bestimmtes zu machen, doch einige Menschen in Ihrem Umfeld erzählen Ihnen, dass es sinnlos sei, dies zu tun.
  3. Sie haben einen starken inneren Kritiker, der Ihnen ständig vor Augen hält, wie unzulänglich Sie doch sind.
  4. Es geschieht etwas im Leben, wovor Sie Angst haben.
  5. Beruflich läuft es nicht so, wie Sie es sich vorstellen. Vielleicht springt ein Kunde ab oder Sie haben zurzeit wenig Kunden und Einnahmen. Nun denken Sie, dass Sie nicht erfolgreich sind.
  6. Sie vergleichen sich mit anderen und halten diese für viel besser.
  7. Sie verfolgen eine Idee und scheitern bei der Umsetzung.
  8. Sie geben zu früh auf, z. B. als Existenzgründer oder Freiberufler.
  9. Sie haben das Gefühl, dass Sie ständig im Leben „zu kurz“ kommen und andere es besser haben.
  10. Sie machen sich lieber klein, statt sich als Seele, ein spirituelles, kreatives Wesen zu sehen, welches immer eine kreative Lösung weiß.

Sich diese Dinge bewusst machen, ist der erste Schritt in Richtung Veränderung. Vielleicht möchten Sie es ja mal ausprobieren und sich vorstellen, Sie sitzen auf einem Baum, der Ihren Glauben an sich selbst  symbolisiert.  Wenn Sie nun an einen der oben genannten Punkte denken, vielleicht haben Sie gerade eine solche Situation in Ihrem Leben gehabt, dann legen Sie die Aufmerksamkeit doch mal auf die Frage: Wie kann diese Situation mein Selbstvertrauen stärken? Am Anfang wird das sicher ungewohnt sein. Doch mit der Zeit werden Sie vielleicht überraschende Antworten bekommen.

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.
Anne-Kerstin
Click Here to Leave a Comment Below 2 comments