Warum bewusste Sprache gerade im Marketing wichtig ist

Foto: geralt - Pixabay

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Heute geht es mal um ein ganz anderes Thema, nämlich darum, wie wichtig es ist, was für Worte und Sätze wir verwenden, wenn wir Marketing in eigener Sache machen, z. B. mit einem Flyer.  Auch hier halte ich persönlich es für wichtig, ganzheitlich zu denken und mehrere Wahrnehmungsebenen zu beachten.

Heute fand ich in meinem Briefkasten einen Handzettel eines Fitness-Unternehmens. Nicht nur, dass auf dem Zettel noch in alter Rechtschreibung geschrieben wurde, „muss“ mit „ß“,  sondern es wurde auch ein Slogan verwendet, den ich persönlich für bedenklich halte, nämlich: „Bei uns gewinnen die Verlierer.“ Wenn wir jetzt mal auf die Gefühlsebene gehen und uns fragen: Was für Emotionen erzeugt das Wort „Verlierer“ bei uns? Dann werden es mit Sicherheit eher Emotionen sein, die uns runterziehen und klein machen.

Würde ich mich zu solch einem Kurs anmelden? Sicherlich nicht, denn dann würde ich mich ja von vornherein als Verlierer fühlen. Gemeint war natürlich, dass diejenigen gewinnen, die ihre Pfunde verlieren, sprich abspecken. Aber  versteht man das immer gleich, was gemeint ist, wenn man den oben stehenden Slogan liest?

Gerade beim Texten von Flyern, etc., halte ich es für wichtig, ganzheitlich zu denken. Man sollte sich in seine Werbesprüche einfühlen und zwar nicht nur vom Verstand her, sondern auch mit allen feinstofflichen Körpern. Fragen Sie sich: Was empfinde ich in meinem physischen Körper, wenn ich meinen Slogan lese? Was empfinde ich emotional? Womit assoziiere ich es? Woran erinnert mich das?Wie ist der Satz formuliert? Ist es grammatikalisch richtig? Spricht es meine Zielgruppe an? Und natürlich ganz wichtig: Spiegelt der Slogan meine Einzigartigkeit wider?

Die besten Werbeslogans entstehen meiner Ansicht nach, wenn man sich bewusst mit der kreativen Kraft der Seele verbindet und um einen optimalen Slogan bittet. Diesen Slogan kann man dann wiederum auf allen Wahrnehmungs-Ebenen betrachten und auf jeder einzelnen Ebene spüren, ob die gewählten Worte stimmig sind. Wie wäre stattdessen z. B. ein Slogan gewesen, der so lautet: „Wer bei uns loslässt, kann nur gewinnen.“ Oder „Machen Sie (es) sich leichter und gewinnen Sie noch dabei.“ Oder etwas minimalistischer:  „Leichter werden und gewinnen“. Wie Sie sehen, es würde einige Möglichkeiten geben, einen Slogan zu schreiben, der ein positives Gefühl vermittelt und vielleicht dadurch auch eher zu einer Teilnahme an dem Kurs motiviert.

Hier noch mal eine kleine Checkliste der Dinge, die ich beim Formulieren eines Slogans oder Werbetextes  für wichtig halte:

  • Fragen Sie sich: „Was macht mich einzigartig? Welche Worte würden das am besten ausdrücken?
  • Was für Bedürfnisse hat meine Zielgruppe und wie kann ich diese am besten ansprechen?
  • Wie wirken meine Worte und Sätze auf den verschiedenen Wahrnehmungs-Ebenen (emotional, woran erinnern sie mich, etc.)?
  • Welche Energie spiegelt mein Slogan, Flyer, etc. insgesamt wider?

Meiner Ansicht nach sollte ein Werbeslogan eher eine positive Ausstrahlung haben. Gerade im Wellness-Bereich oder bei ganzheitlichen Berufen, sollte es so sein, dass der Slogan eine Ausstrahlung hat, die dem potenziellen Kunden vermittelt, dass er sich bei Ihnen wohlfühlen kann und dass Sie seinen Bedürfnissen gerecht werden.

Erscheint Ihnen diese Betrachtungsweise zu neu? Vielleicht haben Sie es bisher immer anders gemacht? Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass es sich lohnt, beim Schreiben von Flyern, etc. sich bewusst auf diese ganzheitliche Arbeitsweise zu fokussieren und vor allem im Einklang mit der Seele, dem kreativen, weisen inneren Selbst zu arbeiten. Das Ergebnis ist oft erstaunlich, probieren Sie es aus!

About the Author Anne

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.

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