Die weise Wahl der Worte

Foto: Anne-Kerstin Busch (A-KB)

Hast du dich schon mal dabei beobachtet, wie du mit dir selbst sprichst?  Oder natürlich, wenn du jemandem etwas über dich erzählst? Man denkt und spricht oft den ganzen Tag lang und achtet oft gar nicht auf die Worte, die man verwendet.

Ich hatte heute das Geschenk, dass mir jemand das bewusst gemacht hat. Denn eines meiner ‚Lieblingswörter‘ scheint das Wort ‚muss‘ zu sein.

Ich telefonierte mit einem langjährigen guten Bekannten und erzählte ihm, was ich alles so tun muss: Da ist der Abwasch, der gemacht werden muss, da muss die Steuererklärung endlich mal vom Tisch, ich muss zur Arbeit gehen, und natürlich ‚muss‘ ich mich auch ausruhen. Muss, muss, muss. Ständig muss ich etwas. 🙂

„Sag doch nicht immer ‚muss‘, unterbrach er mich. „Oh, das ist mir gar nicht aufgefallen“, antwortete ich. Das Telefonat ging dann noch eine Weile weiter und ich merkte, wie ich fast jeden zweiten Satz mit dem Worten ‚Ich muss…‘ beginnen wollte.   Wir lachten beide darüber.

Er erzählte mir, dass er früher öfters mal gesagt habe: „Ich habe keine Zeit.“ Und dann hatte er wirklich so viel zu tun, dass er keine Zeit für sich selbst hatte, bis er das nicht mehr sagte, sondern sich stattdessen vornahm, für alles, was für ihn wichtig ist, immer genug Zeit zu haben.

Ein beliebter Ausspruch, den ich auch noch aus meiner Kindheit kenne, und leider manchmal auch selbst verwende, wenn ich nicht aufpasse, ist: „Ich kann mir das nicht leisten.“ Da ist der (Geld)mangel schon vorprogrammiert.

Für dieses Telefonat heute war ich richtig dankbar, denn dadurch, dass mein Gegenüber mir das überhaupt bewusst gemacht hat, was ich da manchmal so vor mich hin plappere, ohne es zu merken, kann ich jetzt besser darauf achten und werde meine Worte nicht nur in Gesprächen mit anderen, sondern auch mit mir selbst oder in Gedanken besser wählen. Denn jedes Wort hat eine Schwingung oder Energie. So ist die Energie von „Ich muss…“ sicher eine andere, als wenn ich stattdessen sage: „Ich darf…“ oder „ich möchte.“

Vielleicht magst du ja auch mal schauen, welche Worte oder Sätze du verwendest, und was sich im Leben verändert, wenn du andere Worte und Sätze nimmst. Ich denke, alles, was in die ‚Muss- und Mangelecke‘ gehört, wie „Ich muss, du musst…“; „Ich habe keine Zeit.“; „Ich kann mir das nicht leisten.“; „Ich kann das nicht.“; „Es ist mir alles zu viel.“, sollte man, wenn überhaupt, dann sehr sparsam verwenden.

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.
Anne-Kerstin
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