Sind Flyer wirklich out?

Januar 21, 2012

Foto: Volodymyr Goinyk – Shutterstock

Neulich moderierte ich ein kostenfreies Webinar zum Thema „Mit Flyer & Co. potenziellen Kunden die Tür öffnen“. Kurz nach dem Webinar schrieb mir einer der Teilnehmer, dass Flyer doch heutzutage out wären. Flyer würde man doch gar nicht mehr als Werbemittel benutzen.

Nun, in gewisser Weise hat derjenige sicher nicht so ganz Unrecht, wenn man bedenkt, was es heute alles für Möglichkeiten gibt, um auf sich aufmerksam zu machen,  insbesondere fallen mir da die  sozialen Netzwerke ein oder das Bloggen. Doch spätestens hier stellt sich die Frage, ob eine rein virtuelle Werbung ausreicht. Oder soll man vielleicht nicht doch lieber mit einem „Rundumpaket“ werben?

Gerade Existenzgründer und Selbstständige im ganzheitlichen Bereich möchten immer noch sehr gerne die Möglichkeit haben, Flyer auszulegen, um auf sich aufmerksam zu machen.  Oder haben Sie schon mal jemanden gesehen, der eine eigene Praxis führt, z. B. eine Massagepraxis, und keine Flyer auslegt, stattdessen aber einen Tablet-PC auf den Tisch legt, in dem man die neuen Blog-Artikel lesen kann?   Sicher nicht.

Ich persönlich finde, dass die Werbung auch  zum Thema des Unternehmens  passen muss. Es gibt sicher Berufsgruppen, für die Flyer als Werbemittel nicht so sehr geeignet sind. Oder können Sie sich einen Social-Media-Berater vorstellen, der mit Flyern wirbt? Wahrscheinlich eher nicht. Es kommt also auf die Art des Unternehmens an, ob man sich für eine Werbung mit Flyern entscheidet oder nicht.

Außerdem sollte die Werbung auch zur Einzigartigkeitdes Unternehmers passen. Eine leidenschaftliche Qigong-Lehrerin, die nie am PC sitzt, wird sicher lieber mit Flyern werben wollen, als z. B. auf Twitter oder Facebook. Dort würde sie wohl eher nicht Ihre Lieblingskunden erreichen, da sie selbst nicht internetaffin ist. So sehe ich das zumindest nach dem immer wieder zitierten „Gesetz der Anziehung“. „Gleiches und Gleiches zieht sich an“, sagt man. So wird es auch hier sein.

Mein Fazit: Alles darf sein. Man sollte nur schauen, welche Werbung passt zu wem. Ich habe eine ganze Zeit lang mit Flyern geworben, doch mittlerweile finde ich für mich das Internet passender. Allerdings habe ich z. B. doppelseitig bedruckte Visitenkarten, sozusagen Flyer im Miniformat, die ich zum Beispiel auf Netzwerktreffen auslege. Ansonsten werbe ich hauptsächlich über das Internet und ganz besonders über meinen Blog. Wo kann ich so wunderbar Beispiele von Artikeln hinterlegen, wie auf einem Blog? Das ist ideal für mich, aber auch nicht für jeden.

Viel wichtiger, finde ich, als die Form der Werbung, ist der Text. Ein schlechter Text, der arrogant daherkommt und die potenziellen Kunden gar nicht in ihrem Anliegen anspricht, ist ein verlorener Text, ganz gleich, auf welcher Plattform er erscheint.

Welche Zutaten gehören zu einem guten (Werbe)text?

  • Schauen Sie genau, was Sie einzigartig macht und bringen Sie diese Einzigartigkeit auf den Punkt!
  • Fühlen Sie sich in Ihre Lieblingskunden ein und formulieren Sie deren Bedürfnisse!
  • Eignen Sie sich wichtiges Know-how für Werbetexte an, z. B. durch Bücher oder in Fortbildungen!
  • Schreiben Sie aus dem Herzen! Verbinden Sie sich mit Ihrer Herzenergie, während Sie schreiben!
  • Und wenn Sie alleine nicht weiterkommen sollten, dann lassen Sie sich beraten!

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About the author 

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.

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  1. Hey dieser Artikel ist zwar schon etwas älter, jedoch trotzdem noch relevant. Ich bin auch fest der Meinung, dass der klassichsche Flyer definitiv nicht aussterben wird. Natürlich ist der Hype an dem sich Firmen wie Flyeralarm und Co. bedient haben, langsam vorbei. Jedoch hat sich der Flyer fest in den Marketingstrategien von vielen Firmen verankert. Gerade im Gastronomiebereich sind Flyer in meinen Augen die beste Werbemöglichkeit, da hier Online-Werbung meist nicht funktioniert.

  2. Also ich denke auch das dass drucken von Flyern nicht aussterben wird. Für viele Firmen ist diese Form der Werbung immer noch ein wichtiger Bestandteil Ihrer Werbekampagnen und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Natürlich nutzen viele die „neue“ Art der Bekanntmachung durch Socialmedia, aber das wird den Flyerdruck nicht ablösen.

  3. Sehr geehrter Herr Maurer,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Natürlich freue ich mich, dass Sie das genau so sehen… 🙂 Ich bin wirklich ein absoluter Internet-Freak und meine Zielgruppe erreiche ich zurzeit auch sehr gut über das Internet. Aber es gibt auch immer wieder Personengruppen, für die auch Flyer sehr wichtig sind. Nehmen wir nur mal ein Gesundheitszentrum, wo die Flyer der verschiedenen Anbieter liegen und man sich einen davon mitnimmt, weil man später vielleicht auf eines der Angebote zurückkommen will.

    Ein anderes Thema sind Vistienkarten. Wie oft war ich schon auf einem Treffen mit Geschäftsleuten, wo ich gefragt wurde: „Haben Sie vielleicht eine Visitenkarte?“ In diesem Moment würde es auch nicht viel bringen, wenn ich sagen würde: „Nein, aber ich kann Ihnen aufschreiben, wo Sie mich auf Facebook finden.

    Fazit: Es ist wirklich die gesunde Mischung aus Internet, Social Media, Blog und gedruckten Werbematerialien, die den Erfolg ausmacht.

    Mit besten Grüßen
    Anne-Kerstin Busch

  4. Sehr geehrte Frau Busch,

    die Diskussion die sie hier angestoßen haben ist sehr interessant. Die Meinungen gehen ja weit auseinander. Ich würde selbst auch davon ausgehen, dass der Wert materieller Werbemittel nie ganz verloren gehen wird. Und dazu zählen letztlich auch Flyer, Visitenkarten und andere Drucksachen. Der so angesprochene Kunde/Gast/Patient nimmt diese Mittel ganz anders wahr als eine bloße (immaterielle) Botschaft die über die Medien verbreitet wird. Ich würde mich also der Meinung anschließen, dass es auch in der etwas weiter entfernten Zukunft auf eine gesunde Mischung aus Werbebotschaften und greifbaren Werbemitteln ankommen wird.

    Mit freundlichen Grüßen,
    W.M.

  5. Lieber Herr Schaumberger,

    vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar und Ihre Ausführungen aus der Sicht der Statistik. Es ist sicher so, dass die Werbung über das Internet immer mehr zunimmt und da kommt heutzutage auch niemand mehr dran vorbei. Aber was mich hier ganz speziell interessiert hat, sind die persönlichen Erfahrungen, die der einzelne Unternehmer, die einzelne Unternehmerin in seinem ganz speziellen Bereich macht. Und da scheint es doch einige zu geben, für die Flyer ein wichtiges Kommunikationsmittel und Werbemittel sind.

    Sie schreiben, dass Flyer längerfristig entbehrlich werden, auch in der Interaktion mit dem Kunden. Auch hier kommt es meiner Ansicht nach wieder auf den Bereich an. Wo findet ein Unternehmer seine Kunden am besten? Im Internet? Dann sind Flyer wirklich nicht richtig und auch nicht wichtig. In anderen Bereichen, in denen Menschen mit Kunden oder Klienten arbeiten, die selten oder gar nicht ins Internet gehen, gewinnen Flyer als Interaktionsmöglichkeit jedoch wieder an Bedeutung, wenn das auch sicher nicht die Menschenmassen sind. Was ich damit sagen will: Es kommt auf den einzelnen Unternehmer an und seine potenziellen Kunden an, wie sie am besten zusammenkommen.

    Nochmals vielen Dank für den Kommentar aus Ihrer Sicht, den ich sehr wertvoll an dieser Stelle hier finde.

    Mit besten Grüßen
    Anne-Kerstin Busch

  6. Natürlich gibt es immer verschiedene Wege um Kunden zu gewinnen. Das Flyer oder auch andere Offlinemedien abgenommen haben (der Printbereich wurde 2009 in den USA erstmalig durch Onlinemarketing übertroffen, seitens der Werbeausgaben) ist unstrittig ebenso das dass Internet mittlerweile das meistegenutzte Medium überhaupt darstellt.

    8 von 10 Deutschen gehen täglich für mindestens eine Stunde online, die hälfte davon also 4 gehen mehr als 2 Stunden pro Tag ins Internet.

    Nun wird nicht sofort gekauft, sondern vielfach werden einfach nur Informationen über Produkte gesammelt.

    Was Flyer und auch die anderen Printmedien langfristig entbehrlich machen sind die Kosten, die Aktualität, die Reichweite, die inhaltlichen Möglichkeiten und ein in Zukunft wesentlicher Punkt – die Interaktion mit den Kunden oder potentiellen Kunden.

    Wer sich das in einem Vergleich darstellt z.B. in einer Pro-Contra Liste der wird zu dem Schluss kommen das Flyer für die überwiegende Zahl der Unternehmen unrentabel ist. Natürlich müssen auch die Onlinemedien enstprechend gestaltet sein und auf Seite 1 bei „der“ Suchmaschine landen. Das deutsche Unternehmen (vorallem die Kleinen) in wesentlichen Teilen noch sehr schlecht aufgestellt sind ist aufgrund der Vielzahl an Fördermöglichkeiten sehr bedauerlich.

    Einen wirklich überzeugenden und ansprechenden Flyer habe ich allerdings auch schon lange nicht mehr gesehen – vielleicht würde mich ein solcher auch umstimmen. Gerne können Sie mir einen solchen per Mail zukommen lassen.

    Gruss Klaus Schaumberger

  7. Liebe Anette,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, der mir aus dem Herzen spricht. Ich bin auch der Meinung, dass man auf gedruckte Werbematerialien nicht verzichten kann, gerade damit man etwas in der Hand hat, wenn man einen potenziellen Kunden trifft. Das wollte ich auch mit dem Artikel ausdrücken.

    Mich hat es aber mal interessiert, wie die Meinung zu diesem Thema allgemein ist und ob ich da vielleicht in veralteten Bahnen denke. Deshalb finde ich deinen Kommentar zu diesem Thema auch so wertvoll, weil er mir eben zeigt, dass Flyer einfach ein zeitloses Werbemittel sind, das immer aktuell ist.

    Liebe Grüße
    Anne-Kerstin

  8. Es stimmt sicher, das Social Network und eine gute gemachte Homepage in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Es gibt aber zwischen den einzelnen Werbemitteln wichtige Unterschiede, die man nicht vernachlässigen darf. Über das Internet, sei es über die Homepage oder z. B. Facebook, findet der Kunde mein Angebot nur wenn er mich a) kennt und/oder b) sich bewußt ist, dass er ein Bedürfnis hat.

    Ein Flyer hingegen kann das Interesse wecken für Dienstleistungen, von denen der Angesprochene vorher gar nicht wusste, dass es sie gibt. Der Flyer wird – wenn er gut gemacht ist – an die Pinnwand gehängt/in die Schublade gelegt und wirkt langfristig. Kunden, die nach Monaten (sogar nach Jahren) mit einem völlig zerknitterten Flyer auftauchen sind keine Seltenheit.

    Ich halte Printwerbung für unverzichtbar, das gilt auch für die Schwester des Flyers: die Anzeige in der Zeitung.

    Beste Grüße

    Anette Lauerer

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