Danke – ein Zauberwort?

Foto: nsphotography – Fotolia

Erinnern Sie sich noch an Ihre Kindheit? Ging es Ihnen da auch so: Tante Erna kam zu Besuch und brachte ein Geschenk mit. Nun, das Geschenk gefiel Ihnen eigentlich nicht so sehr, aber Ihre Mutter stand neben Ihnen und sagte: „Jetzt sag mal artig „danke“.  „Danke, liebe Tante Erna“, heuchelten Sie, nur um gleich darauf in Ihrem Zimmer zu verschwinden und das Geschenk in eine Ecke zu pfeffern. Natürlich gab es in der Kindheit auch Geschenke, über die Sie sich ehrlich freuten und für die Sie sich ganz leicht bedanken konnten. Ich erinnere mich jedenfalls an solche Situationen.

Dieser „Zwang“, dem man in seiner Kindheit vielleicht unterlag, schlug im Erwachsenenalter oft ins Gegenteil um: „Jetzt sag ich nicht mehr danke“, ist doch schließlich selbstverständlich, wenn mir jemand die Tür aufhält oder ein Lächeln schenkt, mein Arbeitgeber mir überraschend ein höheres Gehalt gewährt oder jemand sich gerne ehrenamtlich für meinen Verein einsetzt.

Auch die Tante Erna aus der Kindheit gibt es jetzt vielleicht nicht mehr. Es kann sogar sein, dass Sie diese Rolle eingenommen haben, weil Sie inzwischen selbst Kinder, Nichten oder Enkelkinder haben, die sich vielleicht genauso fühlen, wie Sie damals.

Doch wie wäre es, wenn wir einfach mal öfters aus dem Herzen danke sagen würden?

Seit einiger Zeit mache ich eine Tagebuch-Übung, die mir ein sehr guter Freund empfohlen hat. Bei dieser Übung geht es an einem Tag darum, sich im Tagebuch schriftlich für etwas zu bedanken. So nach und nach fing ich an, mich für Dinge zu bedanken, die ich normalerweise als selbstverständlich ansehe, wie z. B.

  • dass ich mir etwas Leckeres zu Essen kochen konnte,
  • dass es warm und gemütlich in meiner Wohnung ist,
  • dass ich ein schönes, weiches Bett zum Schlafen habe,
  • dass mein Internet-Anschluss reibungslos funktioniert,
  • dass ich gesund bin,
  • dass ich kreative Ideen habe,
  • dass ich wunderbare Freunde habe,
  • das ich ein festes, monatliches Einkommen habe,
  • und…und…und

Ich war selbst überrascht, wie viel mir da einfiel. Und wissen Sie was? Diese Übung begann, etwas in meinem Leben zu verändern.

Hier ein Beispiel dafür. Vor einer Woche – ich hatte die Übung gerade zweimal praktiziert – ging es mir an einem Tag gesundheitlich nicht so gut, aber ich ging dennoch ins Büro. Eine Kollegin machte mir ganz liebevoll einen Kräutertee, der mir richtig guttat und eine andere Kollegin fuhr mich abends sogar nach Hause.  Beides ist zwar auch in der Vergangenheit schon ab und zu mal vorgekommen, das war aber schon ein paar Wochen her. An jenem Tag fiel es mir besonders auf. Ich war auch sehr dankbar dafür und sagte das auch. Vielleicht wäre es auch ohne die Danke-Übung passiert, wer weiß? Ich denke eher nicht, denn meiner Ansicht nach ändert die Energie der Dankbarkeit auch etwas in einem selbst.

Ich bemerkte nämlich, dass  ich begann, mich auch innerlich glücklicher zu fühlen. Es gibt ja so einen Spruch, den vielleicht einige von Ihnen kennen: „Wie innen, so außen“. Bin ich innerlich glücklich und in der Energie der Dankbarkeit und sage öftes mal „danke“ aus dem Herzen, dann ändert sich nach und nach auch etwas in meinem Leben, und ich bewege mich weg von der Energie des Mangels hin zur Energie der Fülle.

Probieren Sie es einfach mal aus und sagen Sie öfters mal danke aus dem Herzen!

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.
Anne-Kerstin
Click Here to Leave a Comment Below 8 comments