Was man als Selfpublisher auf keinen Fall tun sollte

Foto: Lichtmeister - shutterstock

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In diesem Blog erzähle ich  zurzeit ja auch ganz ehrlich über meine Erfahrungen als Selfpublisher. Ich berichte von den Ideen, die mir kommen. Ich erzähle, wie ich mein Weihnachtsbuch bekannt mache, was funktioniert und was nicht so funktioniert. Dann gehört auch diese Erfahrung dazu, die ich gerade mache und deshalb schreibe ich auch darüber.

Als ich das erste gedruckte Exemplar meines Buches in der Hand hielt, vibrierte ich. Mein erstes gedrucktes Buch! Wie lange hatte ich diesen Traum schon gehabt. Am liebsten sollte die ganze Welt davon erfahren und es natürlich auch kaufen. 🙂 Klar, nicht jeder findet die eigenen Bücher toll, aber man selbst sollte schon voll und ganz dahinter stehen und das tue ich auch.

So nach und nach habe ich einige Marketingideen entwickelt und auch umgesetzt und auch einige Exemplare verkauft. Doch bisher überwog dabei der Spaß am Ausprobieren und Experimentieren mit den verschiedenen Werkzeugen, die mir zur Verfügung stehen.

Seit gestern kam etwas anderes ins Spiel: Das ständige Schielen nach den Verkaufszahlen … und die Enttäuschung, wenn sie gerade mal stagnieren. Ich spürte plötzlich ein Loch in der Magengrube, so als würde irgendjemand die zauberhafte Energie des Flows aus mir herausziehen wollen. Übrig blieb eine dunkle Leere. Folgende Fragen rasten mir durch den Kopf: „Was ist, wenn das Buch kein Erfolg wird? Was ist, wenn alle Mühe umsonst war, wenn es niemand haben will?“ Und dieser Gedanke war besonders schlimm: „Andere haben immer mehr Erfolg, die scheinen mühelos Glück zu haben.“

Mir wurde schlagartig bewusst, dass es so nicht weitergehen konnte. All die Freude über dieses Buchprojekt war verschwunden. Ich spürte, dass ich nur noch daran festhielt, den Erfolg anhand der Verkaufszahlen zu sehen.

Ich schreibe das auch, weil ich denke, dass es so manchem von euch ähnlich geht. In einer solchen Situation solltest du dich wieder in den Flow zurückbeamen. Vielleicht atmest du ein paar mal tief durch und besinnst dich wieder auf dein ursprüngliches Ziel. Vielleicht war es ja gar nicht dein erstes Ziel, innerhalb von zwei Wochen die großen Massen an Büchern zu verkaufen. Vielleicht hast du dir aber auch ein Ziel gesetzt, was … nun sagen wir mal … ein bisschen utopisch ist und sich vielleicht schon verwirklichen kann, aber nicht in der kurzen Zeit? Es hilft auch, sich darauf zu fokussieren, welche Schritte man auf dem Weg zu seinem Ziel schon gegangen ist.

Ich hatte für dieses Jahr das Ziel, das Buch zu veröffentlichen und ein paar Exemplare zu verkaufen. Das war mein Ziel und genau genommen habe ich es schon erreicht. Aber nun denke ich natürlich … Vielleicht geht da noch mehr? Solange ich das losgelöst praktiziere, ohne an irgendwelchen Verkaufszahlen festzuhalten, ist es okay. Aber wenn ich an etwas festhalte und es unbedingt will, dann tut es eher weh.

Deshalb mein Tipp: Schaue als Selfpublisher nicht ständig nach den Verkaufszahlen. Mache dein Glück nicht alleine nur davon abhängig. Sieh dein Buch eher als längerfristiges Projekt, das längerfristig einen Erfolg bringen kann, aber nicht sofort in den ersten zwei Wochen nach Erscheinen. Das ständige Starren auf die Verkaufszahlen verhindert den Zauber, der einem solchen Projekt innewohnt, immens.

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Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.
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