Was man als Selfpublisher auf keinen Fall tun sollte

  • Home
  • /
  • Blog
  • /
  • Was man als Selfpublisher auf keinen Fall tun sollte

November 28, 2013

Foto: Lichtmeister - shutterstock
Foto: Lichtmeister – shutterstock

In diesem Blog erzähle ich  zurzeit ja auch ganz ehrlich über meine Erfahrungen als Selfpublisher. Ich berichte von den Ideen, die mir kommen. Ich erzähle, wie ich mein Weihnachtsbuch bekannt mache, was funktioniert und was nicht so funktioniert. Dann gehört auch diese Erfahrung dazu, die ich gerade mache und deshalb schreibe ich auch darüber.

Als ich das erste gedruckte Exemplar meines Buches in der Hand hielt, vibrierte ich. Mein erstes gedrucktes Buch! Wie lange hatte ich diesen Traum schon gehabt. Am liebsten sollte die ganze Welt davon erfahren und es natürlich auch kaufen. 🙂 Klar, nicht jeder findet die eigenen Bücher toll, aber man selbst sollte schon voll und ganz dahinter stehen und das tue ich auch.

So nach und nach habe ich einige Marketingideen entwickelt und auch umgesetzt und auch einige Exemplare verkauft. Doch bisher überwog dabei der Spaß am Ausprobieren und Experimentieren mit den verschiedenen Werkzeugen, die mir zur Verfügung stehen.

Seit gestern kam etwas anderes ins Spiel: Das ständige Schielen nach den Verkaufszahlen … und die Enttäuschung, wenn sie gerade mal stagnieren. Ich spürte plötzlich ein Loch in der Magengrube, so als würde irgendjemand die zauberhafte Energie des Flows aus mir herausziehen wollen. Übrig blieb eine dunkle Leere. Folgende Fragen rasten mir durch den Kopf: „Was ist, wenn das Buch kein Erfolg wird? Was ist, wenn alle Mühe umsonst war, wenn es niemand haben will?“ Und dieser Gedanke war besonders schlimm: „Andere haben immer mehr Erfolg, die scheinen mühelos Glück zu haben.“

Mir wurde schlagartig bewusst, dass es so nicht weitergehen konnte. All die Freude über dieses Buchprojekt war verschwunden. Ich spürte, dass ich nur noch daran festhielt, den Erfolg anhand der Verkaufszahlen zu sehen.

Ich schreibe das auch, weil ich denke, dass es so manchem von euch ähnlich geht. In einer solchen Situation solltest du dich wieder in den Flow zurückbeamen. Vielleicht atmest du ein paar mal tief durch und besinnst dich wieder auf dein ursprüngliches Ziel. Vielleicht war es ja gar nicht dein erstes Ziel, innerhalb von zwei Wochen die großen Massen an Büchern zu verkaufen. Vielleicht hast du dir aber auch ein Ziel gesetzt, was … nun sagen wir mal … ein bisschen utopisch ist und sich vielleicht schon verwirklichen kann, aber nicht in der kurzen Zeit? Es hilft auch, sich darauf zu fokussieren, welche Schritte man auf dem Weg zu seinem Ziel schon gegangen ist.

Ich hatte für dieses Jahr das Ziel, das Buch zu veröffentlichen und ein paar Exemplare zu verkaufen. Das war mein Ziel und genau genommen habe ich es schon erreicht. Aber nun denke ich natürlich … Vielleicht geht da noch mehr? Solange ich das losgelöst praktiziere, ohne an irgendwelchen Verkaufszahlen festzuhalten, ist es okay. Aber wenn ich an etwas festhalte und es unbedingt will, dann tut es eher weh.

Deshalb mein Tipp: Schaue als Selfpublisher nicht ständig nach den Verkaufszahlen. Mache dein Glück nicht alleine nur davon abhängig. Sieh dein Buch eher als längerfristiges Projekt, das längerfristig einen Erfolg bringen kann, aber nicht sofort in den ersten zwei Wochen nach Erscheinen. Das ständige Starren auf die Verkaufszahlen verhindert den Zauber, der einem solchen Projekt innewohnt, immens.

Foto: Lichtmeister – shutterstock

 

 

 

About the author 

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked

  1. Liebe Ingrid Solvana,

    herzlichen Dank für deinen Kommentar. Dein Bild mit den Kerzen und dem gemütlichen Sofa mit einem guten Buch passt so wunderbar in diese Jahreszeit. 🙂

    Spannend, dass du mit deinem Spiel auch eine ähnliche Erfahrung gemacht hast. Und danke, dass du das hier an dieser Stelle teilst. Ja, das ist wirklich ein Lernprozess, immer wieder loslassen und vertrauen.

    Mit deinem Spiel und überhaupt allen deinen kreativen Schöpfungen, wünsche ich dir viel Erfolg.

    Liebe Grüße
    Anne

  2. Liebe Connie,

    ich danke dir ganz herzlich für deinen wunderbaren Kommentar. Ja, wahrscheinlich sind gerade diese Situationen dazu da, Vertrauen zu lernen in eine höhere Kraft oder in die Engel, die einen begleiten und führen. Hinzu kommt wahrscheinlich auch noch die Geduld, die man zu lernen hat, wenn etwas langsamer wächst und nicht so schnell, wie man es sich erwünscht hat.

    Du hast recht. Die Engel wissen den Weg. 🙂

    Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Engelkalendern und viele wunderbare Käufer, die deine tolle Arbeit zu schätzen wissen.

    Liebe Grüße
    Anne

  3. Liebe Anne,
    ganz herzlichen Glückwunsch zu deinem Buch. Geschichten sind was wundervolles. Gemütlich auf der Couch, eine Kerze für die Stimmung und dann ein gefühlvolles Buch. Gibt es was Wundervolleres?

    Ich kann deinem Artikel nur bestätigen. Der Fokus darf nicht auf dem Geld liegen, dann kommt genau diese Schwingung an. Ich habe zwar kein Buch geschrieben, meine Erfahrung aus der Kreation meines Spieles ist die Gleiche. Los lassen, das Produkt,. das Buch darf seinen Weg gehen und wir begleiten es und schieben es nicht mit Macht auf die Bühne. Die Treppe darauf wird unser „Kind“ schon finden.

    Danke dafür, dass du diese Erfahrung teilt. Ich wünsche dir noch viele wundervolle intuitive Ideen.

    Herzliche Grüße Ingrid Solvana

  4. Liebe Anne,

    ich gratuliere dir auch hier noch mal zu deinem ersten Buch! Vielen Dank für deine Erfahrungsberichte als Self-Publisher.

    Ich kann aus Erfahrung auch nur bestätigen, dass „Loslassen“ eine gute Lösung ist! Ich selbst stelle das bei meinen Engelkalendern immer wieder fest, die ja in kleiner Auflage erscheinen. Anfangs hatte ich immerAngst, dass ich nicht alle verkauft bekomme. Nun ist es so, dass ich einfach ins Vertrauen gehe und denke, die Engel werden das schon so einrichten, dass die Kalender zu rechten Zeit an die richtigen Menschen kommen. Und bisher hat es immer funktioniert. Die Arbeit ist getan, lehne dich entspannt zurück und lass mal machen!

    Herzliche Grüße

    Connie

  5. Liebe Michaela,

    herzlichen Dank für deinen Kommentar. Das ist ja schön, dass du jetzt bei einem „richtigen“ Verlag bist mit deinem Buch. Herzlichen Glückwunsch!

    Für mich persönlich ist das Selfpublishing eher eine Philosophie. Ich mache es nicht, weil ich nicht bei einem normalen Publikumsverlag unterkommen könnte, sondern weil Bücher meine Leidenschaft sind, und ich am allerliebsten die Hoheit über alles behalten möchte – leider eben auch über die Verkaufszahlen. 🙂 Obwohl … ich weiß nicht, wenn ich eines Tages mal so viel Erfolg habe damit und tatsächlich ein Publikumsverlag bei mir an die Tür klopft, würde ich wohl nicht „Nein“ sagen. Schauen wir mal, was sich so ergibt.

    Ich lese auch immer wieder von Autoren, die bei Publikumsverlagen waren und dann mit dem Selfpublishing anfingen, weil sie dort einfach alles bestimmten können – und weil ihre Marge höher ist. Ja, es ist schon spannend, wie der Buchmarkt sich noch in nächster Zeit entwickeln wird.

    Ich wünsche dir auch ganz viel Erfolg mit deinem Buch jetzt in dem neuen Verlag.

    Liebe Grüße
    Anne

  6. Liebe Ulrike,

    herzlichen Dank für deinen wunderbaren Kommentar. Es freut mich, dass du genau das, was ich schreibe, auch bestätigst. Dein Kommentar spricht mir wirklich aus dem Herzen. Es ist schön, dass es immer mehr Menschen gibt, die den tieferen Sinn hinter allem sehen, wie z. B. welche Lektionen zeigt mir das tägliche Leben. Für mich ist gerade diese Sache mit dem Buch auch wieder eine Lektion in puncto „Loslassen“. Ja, bei mir ist es jetzt die Sache mit dem Buch, bei jemand anders ist es vielleicht wieder eine ganz andere Situation, ein ganz anderes Thema, aber es geht genau so ums Loslassen.

    Liebe Grüße
    Anne

  7. Liebe Anne,
    ich weiß genau, was du meinst: Als ich mein Buch noch bei BoD laufen hatte, schaute ich fast täglich nach, wie viele verkauft worden waren. Ich war richtig besessen davon! Nun, wo ich einen „richtigen“ Verlag gefunden habe, ist mir dieser Überblick verwehrt, weil ich ja nicht täglich da anrufen kann. Und das ist ganz gut so. Fast ist es mir ein bisschen egal geworden. Aber dein Buch ist natürlich viel breitentauglicher als meins und wird sich daher sicher besser verkaufen.
    Ich wünsche dir viel Erfolg!
    Liebe Grüße
    Michaela

  8. Liebe Anne,

    zunächst herzlichen Glückwunsch zu Deinem ersten Buch. Ich weiß, wie wunderbar sich das anfühlt.
    Was Du in diesem Beitrag schreibst, ist sooo wichtig und gilt für so viele Bereiche; nicht nur fürs Self-Publishing. Besonders angesprochen hat mich diese Aussage: „Vielleicht geht da noch mehr? Solange ich das losgelöst praktiziere, ohne an irgendwelchen Verkaufszahlen festzuhalten, ist es okay.“
    Das genau ist der Schlüssel: solange wir an UNSEREN Vorstellungen festhalten, WIE etwas zu geschehen hat, befinden wir uns schon auf der Verliererstraße. Erst das Loslassen aller Anhaftungen an das Wie ermöglicht Erfolge, die größere und besser sind als alles, was wir uns vorstellen können. Damit tritt auch mehr Leichtigkeit ein. Was übrigens auch das Thema meines Buches ist, das im März in einem Verlag erscheint.
    Herzliche Grüße und allen Erfolg für Dein Buch!
    Ulrike

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Kostenfreies E-Book zum Einstieg ins Bloggen

Alles Wichtige, um sofort loszustarten!