Fünf Tipps für gelungene Blogartikel

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Foto: Yellowj – shutterstock

Nachdem Sie das Kernthema Ihres Blogs festgelegt haben und den Blognamen gefunden haben, ist der nächste Schritt – neben dem Einrichten der einzelnen Seiten des Blogs – auch der erste Artikel. Deshalb gibt es an dieser Stelle jetzt schon mal fünf Tipps für spannende Blogartikel, so dass Sie einen kleinen Leitfaden haben, der es Ihnen leichter macht, die ersten Artikel zu schreiben.

Auch für diesen Artikel nehmen wir uns wieder eine fiktive Person, die einen Artikel über ein bestimmtes Thema schreiben will. Diesmal stelle ich Ihnen Marion vor. Marion hat sich endlich ihren Traum erfüllt und eine eigene Coaching-Praxis eröffnet. Ihr Spezialthema ist „Entspannung für gestresste Managerinnen“. Stellen wir uns mal vor, dass sie sich dafür entscheidet einen Blog zu führen und erste Blogartikel zu schreiben. Sie hat ihr Kernthema und sie hat auch schon viele Ideen für Blogartikel. Doch nun weiß sie nicht so recht, wie sie die Artikel in Form bringen soll, damit diese auch wirklich die Zielgruppe erreichen.

Hier meine Tipps für Marion stellvertretend für alle anderen, die über ihre Lieblingsthemen schreiben wollen:

Reflektion über die Lieblingskunden

Versetzen Sie sich in Ihre Lieblingszielgruppe hinein. Nehmen Sie ein Blatt Papier und werden Sie zum Autor. Kreieren Sie eine Person, die Ihrer Lieblingszeilgruppe entspricht und die stellvertretend für diese steht. Wie sieht sie aus? Was ist ihr Job? Welche Hobbies hat sie? Lebt sie alleine? Hat sie Familie? Welche Herausforderungen hat sie in ihrem Job und im täglichen Leben? Kann sie überhaupt entspannen? Diese Reflektion über eine „Lieblingskundin“ oder einen „Lieblingskunden“ ist eine gute Fundgrube für Blogartikel-Ideen.

Die Grundstruktur: Das Fundament für den Blogartikel

Nehmen wir mal an, Marion hat durch diese Reflektion eine Idee für einen Blogartikel bekommen, mit dem sie gezielt Frauen ansprechen möchte, die in Führungspositionen sind aber auch noch Familie haben. Sie sind gestresst von früh morgens bis spät in die Nacht und haben kaum Zeit, etwas für ihre Entspannung zu tun.

Also möchte Marion diesen Frauen in einem Blogartikel zeigen, dass es auch gute Möglichkeiten gibt, sich zwischendurch immer mal wieder zu entspannen und zu sich selbst zu kommen. Um ihrem Artikel ein Fundament zu geben, nimmt Marion sich Karteikarten, Größe DIN A 7 und schreibt sich auf jede Karte ein wichtiges Stichwort. Diese Kärtchen legt sie dann in eine Reihenfolge, die sie für ihren Artikel für sinnvoll erachtet.

In Verbindung mit der persönlichen Schreibstimme geht es leichter

Nehmen wir mal an, Marion hat alles recherchiert, was für ihren Artikel wichtig ist. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo sie den Artikel schreiben will. Fürs Schreiben eines Artikels, ganz gleich, ob es sich um einen Blogartikel oder einen Zeitschriftenartikel handelt, ist es wichtig zu wissen, dass die erste Version, die man schreibt, nie die Version ist, die man veröffentlichen wird. Das ist wichtig, weil es den Druck beim Schreiben rausnimmt,  etwas Perfektes liefern zu müssen.

Für außerordentlich wichtig halte ich es auch, sich vor dem Schreiben ganz bewusst für die persönliche Schreibstimme zu öffnen. Marion hat dafür ein Ritual entwickelt, was sie regelmäßig durchführt: Sie schließt die Augen und macht eine Fantasiereise zu ihrem kreativen, inneren Schreibraum. Dort hat sie eine imaginäre Ideensammlung. Sie hat einen ganz besonderen Schreibtisch und blickt von diesem direkt auf ein türkisblaues Meer. Am Ende der Fantasiereise sagt sie sich bewusst den Satz: „Ich öffne mich für meine ganz persönliche, kreative Schreibstimme.“

Erst dann beginnt sie mit dem Schreiben.

Damit es übersichtlicher wird: Zwischenüberschriften

Marion ist stolz: Sie hat ihren ersten Artikel für den Blog geschrieben. Doch als sie den Artikel einfügt und die Vorschau anschaut, erschrickt sie: „Es macht ja gar keinen Spaß, das zu lesen“, ruft sie entsetzt. Sie hat zwar Absätze gemacht, aber trotzdem ist der Artikel recht lang geworden. Natürlich könnte sie den Artikel aufteilen und zwei oder drei daraus machen. Doch das will sie nicht. Also gibt es nur eins: Zwischenüberschriften einbauen (so wie ich es hier auch gemacht habe). Über jeden wichtigen neuen Absatz schreibt man eine Zwischenüberschrift, die neugierig macht und zum Weiterlesen animiert.

Der Titel – ein Türöffner für den Leser

Der Titel ist fast das Wichtigste am Artikel überhaupt. Sie können einen noch so guten Artikel geschrieben haben, wenn der Titel nicht zum Lesen animiert, dann verlieren Sie potenzielle Leser. Ein guter Titel sollte die Zielgruppe neugierig machen. Er sollte ein Bild und/oder ein Gefühl transportieren und es ist wichtig, dass er kurz und knackig ist.

Marion hat viele Möglichkeiten, einen Titel zu wählen. Um wirklich den optimalen Titel herauszufinden, fokussiert sie sich noch einmal ganz auf ihre potenziellen Lieblingskundinnen bzw. Lieblingsleserinnen (Marion wendet sich ja ausschließlich an Frauen mit ihrem Angebot, deshalb wähle ich hier die weibliche Form).

Dann macht sie ein Brainstorming und kommt dabei zu folgenden Ideen:

  • Vom Stress in die Balance
  • Kleine Entspannungs-Fluchten für zwischendurch
  • Entspannung auf Knopfdruck
  • Fünf Minuten täglich für gestresste Managerinnen
  • Entspannte Managerinnen sind erfolgreicher

Schließlich entscheidet Marion sich für einen dieser Titel. Welchen Titel hätten Sie Marion empfohlen?

Bonustipp: Peppen Sie den Artikel mit einem Artikelbild auf!

Das waren jetzt zwar schon fünf Tipps, doch es gibt noch einen Bonnustipp hinterher, weil ich das für außerordentlich wichtig halte: Veröffentlichen Sie einen Blogartikel grundsätzlich immer mit einem passenden Bild. Bilder haben eine Wirkung, die nicht zu unterschätzen ist und auch, wenn Sie den Artikel in sozialen Netzwerken teilen, ist es mit Bild einfach auffälliger.

Es gibt viele Bilddatenbanken, wo Sie Bilder auch zum kleinen Preis erwerben können, wie z. B. www.fotolia.de

Am Ende ist Marion stolz. Ihr erster Blogartikel ist fertig. Doch bevor sie ihn veröffentlicht, überarbeitet sie ihn noch mal. Tipps zum Überarbeiten von Artikeln gibt es demnächst.

© Copyright 2012 – Anne-Kerstin Busch

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.
Anne-Kerstin
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