52 Tipps für Autoren: 8. Wie ich meine persönliche Schreibstimme fand und wie auch du sie finden kannst

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Juni 14, 2015

Vor über 20 Jahren fing ich damit an, mich näher mit dem Thema „Schreiben“ zu beschäftigen. Damals belegte ich ein Fernstudium im Kreativen Schreiben. Das lief so ab, dass ich jede Woche eine vorgegebene Übung aus dem Buch machte, welches Bestandteil des Schreibkurses war. Das lief auch eine ganze Weile gut, aber dann sollte ich Tarot-Karten ziehen und dies als Anregung für eine Geschichte nehmen.

Ich kaufte mir also ein Kartenset mit schönen, künstlerisch gestalteten Karten, zog drei Karten, legte sie in eine Reihenfolge, die für mich schlüssig erschien, um eine Geschichte zu entwickeln und schrieb dann eine kleine Liebesgeschichte – natürlich mit Happy End. Diese schickte ich per Post an die mir zugeteilte Schreib-Beraterin und wartete gespannt ab.

Als der Brief von ihr ein paar Tage später kam, öffnete ich ihn schnell. Natürlich glaubte ich, meine Geschichte wäre so gut angekommen wie die Geschichte, die ich in der Woche zuvor geschrieben hatte. Doch die Kritik erschien mir – zumindest damals – vernichtend. Zu klischeehaft, zu lieblich, ja, sie schrieb sogar, ich sollte mal in Bahnhofskneipen sitzen und schreiben.

Anfang der 90er-Jahre waren die Bahnhofskneipen noch anders als heute. Sie erschienen mir zumeist als finstere, dunkle Löcher oder Spelunken, wo man vor lauter Qualm kaum einen Menschen sehen konnte. In einer so negativen Umgebung sollte ich sitzen und schreiben? Das fühlte sich für mich nicht richtig an. Und nicht nur das: Mein Selbstwertgefühl in punkto Schreiben war nach der Rückmeldung der Schreib-Beraterin ebenfalls ziemlich weit in den Keller gesunken.

Ich kündigte das Fernstudium und hängte meine schriftstellerische Karriere erst einmal an den Nagel.

Wie Bildkärtchen mir halfen, wieder in den Schreibflow zu kommen

Es vergingen ein paar Jahre, bis ich es wieder wagte, einen Schreibkurs zu besuchen. In diesem Kurs arbeiteten wir mit Bildkärtchen. Bilder aus Zeitschriften waren auf Karteikarten geklebt und man sollte intuitiv eine Karte ziehen und diese Karte als Schreibanregung verwenden. Als ich meine Karte zog und zu schreiben begann, wurde mir bewusst: Ich brauche Übungen und Tools, die mir helfen, meine persönliche Schreibstimme zu finden und aus dem Herzen zu schreiben.

Das Schreiben mit den Bildkärtchen war ein solches Tool. Es half mir, Schritt für Schritt mein Selbstvertrauen in meine Schreibfähigkeiten aufzubauen. So lernte ich es, meine persönliche Schreibstimme bewusst einzusetzen und aus dem Herzen zu schreiben.

Später entwickelte ich noch weitere kreative Übungen für mich. Heute gebe ich diese Übungen in meinen Büchern, auf meinem Blog oder in meinen Kursen an dich weiter. Der Kontakt mit der persönlichen Schreibstimme hilft nicht nur, schneller in den Schreibflow zu kommen und selbstbewusster zu schreiben, sondern du kannst dadurch auch deinen ganz eigenen, unverfälschten und einzigartigen Schreibstil entwickeln.

Ich verwende die Bildkärtchen oft am Anfang eines neuen Schreibprojektes oder aber auch mittenddrin, wenn ich nicht weiterkomme. Probiere es aus. Du wirst erstaunt sein, welche Ideen dir manchmal kommen, auf die du vorher nie gekommen wärst.

© 2015 Anne-Kerstin Busch

About the author 

Anne-Kerstin

Mein Name ist Anne-Kerstin Busch. Mit meinen Büchern und Kursen will ich dich dazu inspirieren, ein erfülltes Leben zu leben. Als Schreib-Mentorin helfe ich Coaches, Texte zu schreiben, die im Herzen der Menschen ankommen. Ich gebe meine Erfahrung aus 15+ Jahren in der Zusammenarbeit mit ganzheitlichen Unternehmern und Unternehmerinnen weiter.

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  1. Hallo Sigrid,

    herzlichen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich, dass dir meine Methode, aus dem Herzen zu schreiben, gefällt.

    Ja, in der Therapie lässt sich diese Methode sicher auch anwenden. Ich glaube sogar, dass es hilfreich ist, um Probleme oder Herausforderungen im Leben zu bearbeiten, wenn man sich beim Schreiben auf sein Herz fokussiert und es „sprechen“ lässt. Vielleicht bekommt man dann sogar ganz neue Lösungsvorschläge, die dann aber aus dem eigenen Herzen heraus entstanden sind.

    Das erfordert sicher ein bisschen Training, um herauszufinden, wie man die Sprache des Herzens oder die eigene Intuition wahrnimmt.

    Wie wunderbar, dass du auch viel und gerne schreibst. Ich freue mich immer wieder darüber, Menschen kennenzulernen, denen das Schreiben auch wichtig ist.

    Weiterhin viel Erfolg wünsche ich dir.

    Herzliche Grüße
    Anne-Kerstin

  2. Hallo Anne,
    ich schreibe viel – habe die Texte meiner Website selbst verfasst, schreibe wöchentlich Beiträge auf meiner Gemeinschaftsseite… – halte also viel vom Schreiben. Deine Variante vom Herzen, der inneren Stimme her zu schreiben finde ich spannend, erst recht in Richtung therapeutisches Schreiben. Bin also sehr gespannt auf deine Beiträge und werde dein Website mal aufsuchen.
    Herzliche Grüße
    Sigrid

  3. Liebe Brigitte,

    ich freue mich schon auf deinen Artikel. Und ich finde es toll, dass du dich für den Buchkurs interessierst. 🙂 Durch den Newsletter bleibst du ja auf dem Laufenden.

    Einen schönen restlichen Sonntag wünsche ich dir.

    Herzliche Grüße
    Anne

  4. Liebe Anne,
    das ist doch ein tolles Angebot und das motiviert mich noch mehr meinen nächsten Beitrag so zu machen.
    Ich bin übrigens sehr an deinem Online-Kurs interessiert.
    Dir einen schönen Sonntag und liebe Grüße
    Brigitte

  5. Liebe Brigitte,

    herzlichen Dank für deinen wundervollen Kommentar. Ja, diese Übung ist eine meiner Lieblingsübungen. Ich wende sie oft an, wenn ich mal nicht weiterkomme mit dem Schreiben, z. B. bei einem Buchprojekt. Aber ich habe sie auch schon angewendet um kreative Werbetexte zu entwickeln.

    Wenn du magst, dann schreib mir doch über das Kontaktformular oder auch als Kommentar hier, wenn du deinen Blogbeitrag über deine Erfahrungen mit dieser Übung geschrieben hast. Dann schreibe ich einen kurzen Beitrag und verlinke mit deinem Artikel.

    Liebe Grüße
    Anne-Kerstin

  6. Liebe Anne,
    vielen Dank, dass du diese Übung mit den Karten hier so schön beschreibst. Ich kann mich erinnern, ich habe diese Übung schon mal bei dir gemacht – ist einige Jahre her.
    Ich werde diese Übung aufgreifen, denn Bildkarten habe ich genügend bei mir, da ich ja viel mit Bildern arbeite und probiere aus, zu einem Thema dann daraus einen Blogartikel zu schreiben. Ich bin sehr gespannt, wie es klappt.

    Liebe Grüße
    Brigitte

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