Fünf große Fehler beim Bloggen

Vielleicht willst du gerade mit deinem Blog starten. Oder du hast schon einen Blog, hast aber bisher noch nicht viel geschrieben. Ganz gleich, ob du ein alter Hase bist oder aber neu anfängst: Manchmal schleichen sich Fehler oder Gewohnheiten ein, die nicht unbedingt zum Vorteil für deinen Erfolg sind.

Ich blogge seit 2008 und kenne all die Stolpersteine oder Fehler, die man machen kann, wenn man einen eigenen Blog hat. In diesem Blogbeitrag erzähle ich dir etwas über die fünf wichtigsten Dinge, die du vermeiden solltest.

Erstens: Du hast keine klare Ausrichtung

Auch mir ist es am Anfang nicht leicht gefallen, mich auf ein Thema festzulegen.  Mal ging es um die Einzigartigkeit von Menschen und Unternehmen. Dann ging es wieder darum, wie man mehr Selbstvertrauen gewinnen kann. Und dann habe ich eine Serie angefangen, bei der es um das Schreiben von Ratgeber-Büchern ging. Oft ist es schwierig für Außenstehende, bei einem solchen Sammelsurium an Themen zu verstehen, wofür man steht.

Hier ein Beispiel:

Nehmen wir mal an, du bist Ernährungsberaterin. Dann wirst du wahrscheinlich über Nahrungsmittel schreiben, die den Menschen helfen, gesund zu bleiben. Du hast evtl. Kochrezepte, die du auf deinem Blog teilst. Und dann kommst du eines Tages auf die Idee, du könntest ja auch etwas darüber schreiben, dass es Menschen gibt, die einem nicht guttun und was man tun soll, wenn man diesen begegnet. Dieses Thema hat mit deinem eigentlichen Thema nichts zu tun. Aber vielleicht hast du da ja gerade eine persönliche Erfahrung gemacht und du möchtest deshalb darüber schreiben.

Vielleicht ist dir so etwas Ähnliches schon öfter passiert. Dann „häufen“ sich die Artikel, die auf den ersten Blick so gar nichts mit deinem eigentlichen Thema zu tun haben und die Leser*innen fragen sich, wofür du eigentlich stehst.

Mit diesem Trick gelingt es dir, über vieles zu schreiben und trotzdem deine Ausrichtung zu behalten

Es gibt einen Trick, mit dem du auch über Themen schreiben kannst, die auf den ersten Blick nichts mit deinem Hauptthema zu tun haben: Stelle eine Verbindung her zu deinem Kernthema! Im Fall des obigen Beispiels, könntest du vielleicht schreiben, dass die Ernährung nur ein Teilbereich des Lebens ist, dass wir aber auch noch auf viele anderen Dinge achten sollten, damit es uns gut geht. Eines davon ist z. B., wie wir mit Menschen umgehen, die uns nicht guttun. Denn was nützt uns eine gesunde Ernährung, wenn wir zum Beispiel im Büro auf einen Kollegen treffen, der uns übel mitspielt. Und dann schreibst du, dass du dieses Randthema zu deinem eigentlichen Thema gerne in einem Artikel beleuchten möchtest, weil es neben einer gesunden Ernährung auch wichtig ist, mit welchen Menschen man sich umgibt.

Wenn du es so machst, dann hast du die Brücke gebildet zu deinem Kernthema. Denke also daran, bevor du einen Blogartikel über ein Thema schreibst, was nicht so direkt zu deinem Kernthema passt, wie du trotzdem eine Brücke zwischen beiden Themen herstellen kannst.

Zweitens: Du kennst deine Leser nicht genau und schreibst an deiner Zielgruppe vorbei

Diesen Punkt halte ich mit für das Schwerste, denn gerade, wenn du startest, musst du deine Zielgruppe erstmal kennenlernen. Du hast vielleicht eine Vorstellung davon, wie deine Lieblingskunden sein könnten und wie du ihnen helfen kannst. Es kann aber auch sein, dass du danebenliegst, denn manchmal glaubt man, dass jemand etwas gut gebrauchen kann, er braucht aber etwas ganz anderes.

Du fängst vielleicht damit an, über die Themen zu schreiben, mit denen du selbst mal Probleme hattest, die du aber für dich gelöst hast. Vielleicht sind diese Themen deshalb auch Teil deines  Geschäftsmodells. Doch dann solltest du darüber hinausgehen und analysieren, was deine Zielgruppe wirklich braucht. Ich habe das auch sehr lange vernachlässigt, weil ich immer geschrieben habe, wenn ich aus dem Bauch heraus eine Idee für ein Thema habe.

Mittlerweile weiß ich, dass es sich lohnt, da mal zu schauen.

Natürlich arbeite ich mit einem Statistik-Tool für meinen Blog. Aber ich kommuniziere auch mit den Menschen, z. B. in meiner Facebook-Gruppe Durch Schreiben zum Erfolg. Ich bin aber auch in anderen Gruppen auf Facebook aktiv und in verschiedenen sozialen Netzwerken. Ich stelle Fragen, gebe Tipps und helfe. Außerdem beobachte ich, was die Menschen schreiben und welche Bedürfnisse sie haben, wenn es um ihre Texte geht. Diese notiere ich mir dann und schaue, was ich darüber schreiben oder welche Kurse ich dazu entwickeln kann. So lerne ich immer mehr über meine Lieblingskund*innen. Das kannst du auch.

Drittens: Du lässt die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) außer acht

Ich erinnere mich noch an Zeiten, da habe ich gesagt: Suchmaschinen? Ich will doch den Menschen ansprechen und außerdem schreibe ich aus dem Herzen. Also habe ich dieses Thema längere Zeit nicht beachtet. Inzwischen habe ich gelernt, dass Suchmaschinen letztendlich das abbilden, was Menschen suchen. Also stecken doch wieder Menschen dahinter.

Deshalb mein Tipp: Überlege dir Kategorien, die oft gesucht werden. Arbeite mit einem SEO-Plugin. Das ist eine Zusatz-Software, die dich dabei unterstützt, deinen Artikel für Suchmaschinen zu optimieren, indem du beispielsweise wichtige Keywords eingibst, die zu deinem Thema in Suchmaschinen gesucht werden. Welche das sein können, kannst du u. a. mit diesem Tool testen: https://answerthepublic.com/.

Als SEO-Plugins werden beispielsweise Yoast SEO oder Rank Math gerne genutzt. Beide sind ähnlich und bieten dir schon in der kostenlosen Version wichtige Möglichkeiten, um deinen Blogbeitrag zu optimieren. Probiere einfach mal eines von beiden aus!

Viertens: Du schreibst nicht regelmäßig

Ich kenne das auch nur zu gut. Da habe ich Zeiten, in denen ich denke: Es ist ja schon alles geschrieben. Ich habe keine Ideen, worüber ich schreiben soll. Es gibt 1000 Gründe, nicht zu schreiben. Aber genauso viele, es doch zu tun.

Am Anfang hatte ich die Unterstützung durch einen Freund. Wir schrieben jeder einmal in der Woche einen Blogbeitrag. Und wehe, ich schaffte das mal nicht. Dann bekam ich Sonntagabend einen Anruf. An diese Zeiten erinnere ich mich gerne zurück. Mittlerweile habe ich schon über 200 Artikel auf meinem Blog und habe auch immer wieder Zeiten, wo ich nicht regelmäßig schreibe. Der Nachteil ist, dass dann natürlich weniger Leser*innen auf meine Seite kommen. Außerdem ist das regelmäßige Bloggen natürlich eine gute Möglichkeit, um sich mit seiner Expertise zu zeigen.

Was ich dir empfehle: Überlege dir Ideen zu deinem Kernthema. Was gehört alles dazu? Und worüber könntest du schreiben? Du könntest einen Redaktionsplan für eine Woche, einen Monat oder auch mehr Zeit erstellen und dir überlegen, über welche Themen du wann in deinem Blog schreiben willst. Mache dazu einfach mal ein Brainstorming und schaue, was dir einfällt. Frage dich auch, in welcher Reihe es sinnvoll ist, über deine Themen zu schreiben. Vielleicht magst du ja auch eine kleine Blogartikel-Serie schreiben. Wenn du ein Themen-Reservoir hast, aus dem du schöpfen kannst, dann fällt es dir leichter, dich hinzusetzen und einfach zu schreiben.

Fünftens: Du produzierst eine Textwüste mit sehr kleiner Schrift

Sicher hast du auch schon mal einen Artikel gelesen und hattest das Gefühl, dass das Lesen zu anstrengend war. Vielleicht war die Schrift zu klein. Oder es gab keine Zwischenüberschriften und wenig Absätze. Du solltest generell darauf achten, dass du genügend Absätze machst und auch Zwischenüberschriften zu den Absätzen.

Mein Tipp: Lies deinen Artikel doch mal auf deinem Smartphone und schaue, wie das für dich geht. Wenn es dir zu anstrengend ist, dann wird es auch anderen so gehen. Dann solltest du schauen, was du verbessern kannst. Ein paar Zwischenüberschriften und Absätze können da Wunder bewirken.

Natürlich gibt es noch mehr Stolpersteine und Fehler beim Bloggen. Wenn du die oben genannten beachtest, hast du schon viel gewonnen.

Falls du tiefer in das Thema Bloggen eintauchen willst, dann schau doch mal hier. Demnächst gibt es ein fünftägiges Blogger-Camp, dass dich zum Schreiben inspirieren wird, ganz gleich, ob du mit deinem Blog erst startest oder ob du schon eine Weile bloggst, aber eine Weile nichts mehr gemacht hast. Ich freue mich, wenn du dabei bist.

 

Hallo, ich bin Anne-Kerstin Busch - Deine Schreibmentorin

Der Leitfaden für einen erfolgreichen Blog zeigt dir, kurz zusammengefasst, was für den Start mit dem eigenen Blog wichtig ist. Er ist auch für dich geeignet, wenn du längere Zeit nichts auf deinem Blog gemacht hast, jetzt aber wieder durchstarten willst.  

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Anne-Kerstin
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